UPDATE: 25.10.2014

Sila hat inzwischen fast 5 KG zugenommen und fühlt sich sichtlich wohl. Die erforderliche Operation hat sie gut überstanden und wir sind frohen Mutes, dass es stetig weiter aufwärts geht.

 

 

Im April 2014 wurde bei uns eine Fundhündin abgegeben, die sich auf dem Hof des Finders in dessen Hündin verbissen hatte und nur schwer von der angegriffenen Hündin zu trennen war. Es handelte sich um eine Kangalhündin, die total abgemagert war und deren Gesäuge darauf schließen ließ/lässt, dass sie schon einige Würfe hatte.
Nach dem Auslesen des Chips erfuhren wir dann von Tasso, dass die Hündin Sila von einem Tierheim vermittelt wurde. Von diesem Tierheim wurde uns dann mitgeteilt, dass wir Sila ruhig an die Halterin herausgeben können, da dieser Hund ursprünglich aus schlechter Haltung stamme und in diesem schlechten Ernährungszustand auch vermittelt wurde. Eine Vorkontrolle habe es nicht gegeben, das würde das Tierheim grundsätzlich nicht machen…

Wir meldeten den Beißvorfall und das Entlaufen der Kangalhündin dem zuständigen Ordnungs- und Veterinäramt und gaben Sila an die Halterin zurück, die erklärte, dass ihr Sohn aus Versehen das Gartentor aufgelassen habe.
Wir haben uns die Gegebenheiten bei der Halterin angeschaut und eindringlich darauf hingewiesen, dass Sila nunmehr besser zu sichern sei. Die Halterin versprach die Einzäunung zu verbessern und Tür sowie Tore zukünftig abzuschließen.

Am 20. Juli 2014 kam Sila dann erneut als Fundhund zu uns. Diesmal hatte eine Autofahrerin berherzt reagiert und den Hund von der Bundesstraße eingefangen und bei einer Anwohnerin abgegeben, die Sila dann zu uns brachte.
Der Ernährungszustand von Sila war noch unverändert und wir stellten fest, dass Sila auch noch läufig war…

Wieder machten wir Meldung beim Veterinär- und Ordnungsamt. Vom Veterinäramt bekamen wir die Anweisung, Sila auf keinen Fall herauszugeben, bis das Veterinäramt den Vorgang geprüft habe. Die Halterin fragte allerdings auch nicht bei uns nach, ob Sila hier evtl. abgeben worden sei.
Nachdem der Amtsveterinär bei der Halterin vorstellig wurde und entsprechende Auflagen erteilt hat, kam die Halterin dann nach 5 Tagen zu uns, um ihren Hund abzuholen. Schweren Herzens mussten wir Sila am 25.07.2014 an die Halterin wieder herausgeben, die uns erneut versprach, dass sie nun besser auf Sila aufpassen werde…

Ganze 5 Tage später stand Sila mit einer Finderin dann wieder vor unserem Hof. Diesmal war die Hündin auf deren Hof gelaufen und hat die dort lebende Neufundländerhündin gebissen und am Ohr verletzt. Auch diesmal ließ Sila nur mit großem körperlichen Einsatz des Neufibesitzers von der sich nicht wehrenden Neufundländerhündin ab.

Wieder informierten wir die Behörden mit der Bemerkung, dass wir nicht mehr bereit sind, Sila an die Halterin heraus zu geben. Die Amtsveterinärin stimmte uns zu und erklärte, dass einer ihrer Kollegen sich mit der Halterin entsprechend in Verbindung setzen werde.

Als die Halterin sich bei uns meldete, erklärte sie genervt, dass sie schon Ärger mit ihrem Lebensgefährten hätte und auch in der Nachbarschaft. Sie hätte Sila niemals zu sich genommen, wenn sie gewusst hätte, was auf sie zukommt.

Dass Sila von einem benachbarten Tierheim ohne Vorkontrolle und Nachkontrolle vermittelt wurde, spricht für uns schon Bände. Nicht nur die einfachsten Voraussetzungen zur Haltung und Sicherung eines Hundes konnten von der Halterin erfüllt werden und eigentlich hat sie auch gar nicht einsehen wollen, wieso sie Auflagen vom Veterinäramt erhielt.

Sila wurde nun in unser Eigentum übertragen und die Odyssee hat für die Maus nun ein Ende. Aus medizinischer Sicht ist Sila mehr oder weniger eine "kleine Baustelle", trotzdem sind wir zuversichtlich, dass Sila noch schöne Zeiten erleben darf.

                                                                                                                                                                                                                                                        

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