Mehrere Haustiere vergiftet: Vier Katzen verendeten qualvoll

Innerhalb von wenigen Monaten wurden in Sinabelkirchen mehrere Haustiere vergiftet: Vier Katzen verendeten auf grauenvolle Weise.

Foto © AP/Sujet

Einen grausigen Fund machte kürzlich eine Frau in Gnies (Gemeinde Sinabelkirchen): "Ich habe unsere Katzen tot vor der Haustüre gefunden", erzählt sie geschockt. Todesursache: Vergiftung. "Das Gift war Phosphorsäureester", sagt Amtstierarzt Gerhard Kutschera nach der Obduktion der Tiere. "Die Katze muss dabei solche Krämpfe gehabt haben, dass sie sich selbst ihre Krallen am Asphalt abgezogen hat. Einfach furchtbar", so Kutschera weiter.

Das ist aber nicht der erste Fall dieser Art in Gnies: "Im Frühjahr hat jemand zwei Katzen und den Hund von meiner Nachbarin vergiftet. Die Katzen sind verendet, aber der Hund hat zum Glück überlebt", so die Betroffene weiter. Was ihr neben dem Schmerz über den Verlust ihrer Katzen aber besonders am Herzen liegt, ist die mögliche Gefährdung von Kindern: "Bei uns spielen immer viele kleine Kinder draußen. Ich möchte mir gar nicht ausmalen, was passiert, wenn eines das Gift erwischt."

Katzenhasser

Hier kann Amtsarzt Kutschera zumindest teilweise beruhigen: "Das Gift legen diese Katzenhasser meist in Ködern aus, die für Kinder keine Attraktivität besitzen, wie etwa in alten Wurst- oder Fleischresten", sagt Kutschera. Auch suchen die Täter oft Stellen aus, die nur schwer zugänglich sind. Deshalb sei man bei der Aufklärung solcher Taten besonders auf zufällige Beobachtungen in der Bevölkerung angewiesen.

Im Bezirk kommen derartige Vergiftungsfälle ungefähr einmal pro Jahr vor. Heuer habe es aber schon einen weiteren in Preding gegeben.

Das ist aber alles andere als ein Kavaliersdelikt, wie Kutschera weiter ausführt: "Da liegt bewusste Tierquälerei mit Vorsatz vor. Wenn der Täter erwischt wird, bedeutet das also keine Verwaltungsstrafe, sondern ein richtiges Gerichtsverfahren." Empfindliche Geldstrafen, aber sogar Freiheitsstrafen sind möglich.

http://www.kleinezeitung.at/steiermark/weiz/2188435/mehrere-katzen-vergiftet.story

02.11.2009