{"id":344,"date":"2010-03-10T14:27:13","date_gmt":"2010-03-10T14:27:13","guid":{"rendered":"http:\/\/tierhof-straelen.de\/wp\/?p=344"},"modified":"2010-12-15T14:48:51","modified_gmt":"2010-12-15T14:48:51","slug":"ein-award-fur-tierschmutz-retriever-in-not-e-v-s-rechtfertigung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/tierhof-straelen.de\/wp\/?p=344","title":{"rendered":"Ein Award f\u00fcr Tierschmutz? &#8211; Retriever in Not e.V.s Rechtfertigung"},"content":{"rendered":"<p>Stellungnahme der Redaktion und des Tierhofes Straelen zur Award-Verleihung 2010 an RiN\/LfD<\/p>\n<p>Wenn es um Tierschutz geht, dann geht es immer auch um Emotionen. <br \/>\n\tDies mussten wir einmal mehr feststellen, als wir den Dogs-Award im Bereich Tierschutz an den Verein &bdquo;Liberty for Dogs&rdquo; verliehen. <br \/>\n\tKaum war der Artikel erschienen, erreichten uns Mails von Tiersch&uuml;tzern und in unserem Dogs-Forum wurden Stimmen laut, die Organisation &bdquo;Liberty for Dogs&rdquo; arbeite nicht seri&ouml;s.<\/p>\n<p>Neben unserer eigenen Recherche zur Wahl der DOGS Award-Preistr&auml;ger, haben wir auch beim Deutschen Tierschutzbund nachgehakt, dem jedoch keine negative Meldung &uuml;ber den Verein vorliegt. Auch der Sender WDR konnte keine der Anschuldigungen best&auml;tigen. Ein Team der Sendung &bdquo;Tiere suchen ein Zuhause&rdquo; war Anfang 2008 bei dem Verein in Bad Sassendorf und zeigte daraufhin ein positives Portrait &uuml;ber die Vereinsvorsitzende und deren Arbeit. Zudem war Frau auf der Maur bereits zweimal Mal in der Sendung Gast, um zu vermittelnde Hunde vorzustellen.<\/p>\n<p>Aufgrund der heftigen Kritik haben wir den Verein Liberty for Dogs mit den konkreten Vorw&uuml;rfen konfrontiert und um eine Stellungnahme gebeten. Dieser Aufforderung ist &bdquo;Liberty for Dogs&ldquo; unverz&uuml;glich nachgekommen. Der Verein r&auml;umt in seinen Antworten durchaus Fehler ein, die in der Anfangszeit gemacht wurden (siehe Stellungnahme). Wir sind der Meinung, dass man aus Fehlern lernen kann. <br \/>\n\tIhre Redaktion DOGS<\/p>\n<p>Stellungnahme &bdquo;Liberty for Dogs&ldquo;:<\/p>\n<p>1. Angeblich sollen Sie ungeimpfte und ungechipte Hunde aus dem Ausland geholt haben und daf&uuml;r sogar mit Geldbu&szlig;en belegt worden sein&hellip;<\/p>\n<p>Vor ca. 6 Jahren, also Ende 2003 kurz nach der Gr&uuml;ndung des Vereins Retriever in Not e.V., wurde uns eine Hundegruppe von 25 Hunden zur &Uuml;bernahme von einer holl&auml;ndischen Zuchtstation direkt hinter der Grenze angeboten. Die Hunde sollten sofort abgeholt werden. Bei der &Uuml;bernahme stellten wir fest, dass die Hunde keinen Impfausweis mit g&uuml;ltiger Tollwutimpfung besa&szlig;en und nicht gechipt waren. Die Hunde wurden direkt nach dem Grenz&uuml;bertritt bei Tierarzt Apfel in Mellingen\/Rees von uns geimpft und gechipt. <br \/>\n\tWegen dieser Aktion wurde der Verein anonym angezeigt. Das Gericht sah darin eine Ordnungswidrigkeit und verh&auml;ngte die Zahlung einer Geldbu&szlig;e von 1500 &euro;.<\/p>\n<p>Bei dieser Aktion handelte es sich um eine der ersten Zuchthundetouren von Retriever in Not e.V. und alle Beteiligten waren noch unerfahren, womit wir die illegale Einfuhr der Hunde allerdings weder besch&ouml;nigen noch rechtfertigen wollen. Unter dem Druck, dass die Hunde entweder an andere Vermehrer verschachert oder &bdquo;entsorgt&ldquo; werden w&uuml;rden, wenn wir sie nicht sofort mitn&auml;hmen, entschieden sich die damaligen Teamler und Helfer f&uuml;r die ungeimpfte Einfuhr und die Nachimpfung hinter der Grenze. Wir haben aus diesem Fehler gelernt, nicht erst durch das Bu&szlig;geldverfahren. Heute wissen wir mit dem Druck und &auml;hnlichen Erpressungsversuchen von Vermehrern und Massenz&uuml;chtern besser umzugehen.<\/p>\n<p>Wir &uuml;bernehmen Hunde aus dem Ausland nur, wenn uns g&uuml;ltige Impfpapiere und eine rechtsg&uuml;ltige Kennzeichnung vorgelegt werden k&ouml;nnen. Wir arbeiten mit Tierschutzorganisationen und Tierheimen im Ausland zusammen, die die Hunde gegebenenfalls vor Ort impfen und chipen, oft auch kastrieren, und bis zum Ausreisetag unterbringen. Die Kosten f&uuml;r Unterbringung und Tierarzt werden von Retriever in Not e.V.\/Liberty for Dogs erstattet. In einigen wenigen F&auml;llen m&uuml;ssen wir ausl&auml;ndische Hunde in Deutschland nachimpfen, und zwar dann, wenn ihre Impfausweise Hinweise auf den Vermehrer oder die Zuchtanlage enthalten. Die Original-Impfausweise werden dann f&uuml;r eine eventuelle Kontrolle durch die Beh&ouml;rden in der Gesch&auml;ftsstelle aufbewahrt.<\/p>\n<p>2. Es gibt den Vorwurf, dass Sie Pflegestellen untersagt haben, mit kranken Tieren zum Tierarzt zu fahren (bsp. am Wochenende, weil zu teuer)&hellip; Auch sollen Sie des &Ouml;fteren ungeimpfte und nicht kastrierte Hunde an Pflegestellen vermittelt haben. Die Kosten f&uuml;r die Kastration mussten die Pflegestellen selbst tragen&hellip;<\/p>\n<p>Jede Pflegestelle bei Retriever in Not e.V. und Liberty for Dogs hat einen f&uuml;r sie zust&auml;ndigen Betreuer, mit dem die Pflege und Versorgung des Hundes ausf&uuml;hrlich besprochen wird. Die Hunde erhalten nach ihrer Ankunft eine Wurmkur, in den meisten F&auml;llen geh&ouml;ren auch eine Ohren- und Augenbehandlung sowie Ma&szlig;nahmen gegen Parasitenbefall zur Erstbehandlung. Alle tier&auml;rztlichen Behandlungen werden mit dem Betreuungsteam abgestimmt. Wir haben kein Tierheim, sondern wir arbeiten bundesweit mit ehrenamtlichen Pflegestellen. Sehr viele dieser Pflegestellen arbeiten schon seit Jahren mit Retriever in Not zusammen und stellen ihre ehrenamtliche Arbeit seit der Gr&uuml;ndung von Liberty for Dogs auch f&uuml;r Zuchthunde anderer Rassen zur Verf&uuml;gung. In den meisten F&auml;llen gibt es keine Schwierigkeiten bei der Kommunikation mit der Betreuung, trotzdem kann es nat&uuml;rlich vorkommen, dass bei der Einsch&auml;tzung, ob mit einem Hund zum Tierarzt gegangen werden muss, Meinungsverschiedenheiten auftreten.<\/p>\n<p>Pflegestellen pflegen Hunde bis zur Vermittlung. Immer wieder kommt es jedoch vor, dass Pflegestellen sich Hals &uuml;ber Kopf in ihren Pflegehund verlieben und ihn adoptieren wollen. Vor der Vermittlung haben alle Hunde die &uuml;blichen Impfungen erhalten. Die Einzige Ausnahme sind kranke Hunde, bei denen eine Impfung aus medizinischen Gr&uuml;nden auf einen sp&auml;teren Zeitpunkt verschoben werden musste. In diesen F&auml;llen wird dies im Vermittlungsvertrag \/ Tierschutzvertrag eingetragen und die &Uuml;bernahme der Impfkosten geregelt.<\/p>\n<p>Ungef&auml;hr ein Drittel aller bei Retriever in Not e.V.\/Liberty for Dogs vermittelten Hunde sind bei der Vermittlung bereits kastriert. R&uuml;den werden in der Regel bereits in der Pflegestelle kastriert. Bei H&uuml;ndinnen muss der richtige Zeitpunkt zwischen zwei L&auml;ufigkeiten abgewartet werden, das ist besonders wichtig bei den Zuchth&uuml;ndinnen, die durch die k&ouml;rperliche Dauerbelastung durch Tr&auml;chtigkeiten und Geburten bei Operationen besonders gef&auml;hrdet sind. In den meisten F&auml;llen sind die H&uuml;ndinnen dann schon vermittelt, so dass im Tierschutzvertrag ein Zeitfenster f&uuml;r die Kastration und ein Kastrationspfand vereinbart wird. Das Team von Retriever in Not e.V.\/Liberty for Dogs erkundigt sich bei sp&auml;teren Nachbetreuungsbesuchen, wie es den Hunden geht und ob die Tiere tats&auml;chlich kastriert wurden. (Zum Thema Kastrationen und der medizinischen Indikation besonders bei den Zuchth&uuml;ndinnen gibt es eine spezielle Informationsseite auf unserer Homepage.) <br \/>\n\tWir k&ouml;nnen leider nicht, wie ein station&auml;res Tierheim, einen Tierarzt mit der Betreuung und Versorgung unserer Hunde beauftragen. Dadurch sind unsere Tierarztkosten leider wesentlich h&ouml;her als zum Beispiel bei station&auml;ren Tierheimen.<\/p>\n<p>3. Daran ankn&uuml;pfend: Wenn Pflegestellen sich beschwerten, wurden ihnen die Tiere weggenommen &ndash; inwiefern ist das vorgekommen?<\/p>\n<p>Wie schon erw&auml;hnt, arbeiten die meisten Pflegefamilien seit Jahren gut mit dem Team zusammen und haben sich teilweise auch in der Pflege von Hunden aus dem Projekt Liberty for Dogs engagiert. Leider kommt es gelegentlich zu Schwierigkeiten in der Kommunikation, was hin und wieder auch damit endet, dass Pflegestellen und Verein getrennte Wege gehen. Wenn Menschen sich streiten, k&ouml;nnen sie in den meisten F&auml;llen nicht mehr zusammenarbeiten. Wir pr&uuml;fen in solchen F&auml;llen, ob ein Teamler weiterhin die Betreuung gew&auml;hrleisten und das Tagebuch weiterf&uuml;hren mag, so dass der Hund bis zu seiner Vermittlung in der ihm bekannten Umgebung bleiben kann. Ist die Kommunikation zwischen Pflegestelle und Verein\/Team jedoch empfindlich gest&ouml;rt, dann ist einen weitere Zusammenarbeit nicht m&ouml;glich und der Hund muss umgesetzt werden.<\/p>\n<p>4. Statt Vermehrern das Handwerk zu legen, wird behauptet, LfD w&uuml;rde sich sogar auf die Seite der vermeintlichen Z&uuml;chter stellen und diesen Tipps zur Zucht geben (geht um einen Betrieb, gegen den Verhandlungen bez&uuml;gl. Versto&szlig; gegen das Tierschutzgesetz laufen sollen)<\/p>\n<p>Retriever in Not e.V. und Liberty for Dogs hat sich auf die Fahnen geschrieben, Zuchthunden aus Massenzuchten zu helfen. Dazu geh&ouml;rt Information &uuml;ber das Elend der Hunde in den Vermehrerfarmen und Aufkl&auml;rung &uuml;ber Hundehandel und zum Thema Welpenkauf. Wir sind nicht so vermessen zu glauben, dass wir (oder eine andere Tierschutzorganisation) &bdquo;Vermehrern das Handwerk legen&ldquo; k&ouml;nnten. Unserer Erfahrung nach spri&szlig;t dort, wo eine Massenzucht durch die Beh&ouml;rden aufgel&ouml;st wurde, eine andere in oft unmittelbarer Nachbarschaft aus dem Boden. Die Hundemafia ist global aufgestellt, leider k&ouml;nnten selbst nationale Tierschutzgesetze die Hunde nicht sch&uuml;tzen, weil die Produktion mitsamt der Hunde &uuml;ber Nacht ins Ausland verschoben w&uuml;rde. Wir tun das, was in unserer Macht steht: wir helfen den Hunden, die uns gemeldet werden. Mit unserer Arbeit, unserer Information und auch den Hunden, denen man ihre Vergangenheit als Zuchtmaschine ansieht, konnten wir bisher viele Menschen auf das Elend der Hunde in den Massenzuchten aufmerksam machen. Das ist unsere Arbeit.<\/p>\n<p>Die Frage bezieht sich auf eine von uns geschriebene Stellungnahme zu einem gewerblichen deutschen Hundehandel, der in der Vergangenheit h&auml;ufiger Hunde an Retriever in Not\/Liberty for Dogs abgetreten hat. Die Berichterstattung einer Film-Dokumentation mit angeblichem Filmmaterial und Bildern aus diesem Betrieb deckt sich nicht mit unseren Erfahrungen, was den Zustand der Hunde und deren Unterbringung angeht. Wir begr&uuml;&szlig;en eigentlich jede &Ouml;ffentlichkeitsarbeit &cedil;ber das Elend der Zuchthunde, aber wir denken, dass die Berichterstattung aufrichtig und unverf&auml;lscht sein sollte. Die Wahrheit ist schlimm genug. Der Beitrag wurde uns jedoch von der &bdquo;Z&uuml;chterin&ldquo; vorgehalten, weil sie mit uns in Kontakt steht. Wir haben uns zu daraufhin zu einer Stellungnahme hinrei&szlig;en lassen, was sich als Fehler herausgestellt hat. Obwohl wir uns in diesem Beitrag deutlich von Massenzucht und Hundehandel, auch dem von Frau S., distanziert haben, wurde uns stattdessen Unterst&uuml;tzung desselben vorgeworfen. Die Frage nach den angeblichen &bdquo;Tipps zur Zucht&ldquo; bezieht sich auf einen etwas ungl&uuml;cklich formulierten Passus, in dem wir Frau S. nahegelegt haben, ihre Kunden nicht in dem gleichen Haus zu empfangen, in dem eine Angeh&ouml;rige im Sterben lag. Andere &bdquo;Tipps&ldquo; an Frau S. wurden unsererseits nicht gegeben.<\/p>\n<p>5. Im Raum steht der Vorwurf des Hundehandels und in diesem Zusammenhang der Verdacht, dass es LfD nur um den Umsatz gehen w&uuml;rde. Sie sollen verst&auml;rkt auch junge Hunde aus dem Ausland holen, um sie hier teuer zu verkaufen, so sollen z.B. die Tierschutzgeb&uuml;hren am oberen Ende der Skala in Deutschland sein&hellip;<\/p>\n<p>Hundehandel bedeutet, Hunde gewerbsm&auml;&szlig;ig zu kaufen und zu verkaufen, mit dem Ziel, Profit zu machen. Wie die meisten anderen Tiere-in-Not-Vereine auch &uuml;bernehmen wir Hunde und vermitteln sie nach einer Zeit in der Pflegestelle an so genannte Adoptivfamilien. Wir kaufen die Hunde nicht. Geld flie&szlig;t nur, wenn wir Impfungen und Chips erstatten bzw. die Unterbringungs- oder Transportkosten, die anderen Tierschutzorganisationen entstanden sind. Wir verkaufen die Hunde nicht, denn wir vermitteln sie mit einem Tierschutzvertrag und gegen eine Tierschutzgeb&uuml;hr. (Zur Information &uuml;ber unsere Tierschutzgeb&uuml;hren gibt es eine spezielle Informationsseite auf unserer Homepage.) Und vor allem gibt es bei uns keinen Profit, denn das Geld (Tierschutzgeb&uuml;hren, Spenden und F&ouml;rderbeitr&auml;ge) flie&szlig;en direkt in unsere Tierschutzarbeit zur&uuml;ck. Dass dies so bleibt, daf&uuml;r sorgen unsere Satzung und die Mitgliederversammlung. Gepr&uuml;ft wird es j&auml;hrlich von der zust&auml;ndigen Finanzbeh&ouml;rde, die damit die Gemeinn&uuml;tzigkeit unserer Tierschutzarbeit und damit die Seri&ouml;sit&auml;t unserer Vereinsarbeit jedes Jahr erneut amtlich best&auml;tigt.<\/p>\n<p>Weder holen wir &bdquo;verst&auml;rkt&ldquo; junge Hunde aus dem Ausland, noch &bdquo;verkaufen&ldquo; wir sie hier teuer. Welpen und junge Hunde machen sowohl bei Retriever in Not als auch bei Liberty for Dogs nur einen geringen Teil unserer Notfallhunde aus. Im Gegenteil: das Durchschnittsalter unserer Notfallhunde liegt bei ca. 6 Jahren, viele Hunde sind wesentlich &auml;lter. Die jungen Hunde, die gelegentlich aus den Massenzuchten zu Liberty for Dogs und Retriever in Not kommen, sind in der Regel von ihrem Leben dort schwer gezeichnet. Viele von ihnen haben Wachstumsst&ouml;rungen (die so genannten Entenf&uuml;&szlig;e) und k&ouml;nnen sich kaum auf den Beinen halten. (Auf unserer Webseite findet sich derzeit eine Extraseite zum Thema Welpen bei Liberty for Dogs.)<\/p>\n<p>Zu den Tierschutzgeb&uuml;hren gibt es ebenfalls eine Informationsseite auf unserer Homepage. Wir arbeiten nach dem Solidarprinzip: Die Adoptivfamilien unserer Notfallhunde unterst&uuml;tzen mit der Zahlung der Tierschutzgeb&uuml;hr unsere Arbeit. Die Tierschutzgeb&uuml;hren sind gestaffelt: Junge Hunde &bdquo;kosten&ldquo; mehr als alte, augenscheinlich gesunde mehr als solche, bei denen dauernde &auml;rztliche Versorgung notwendig ist. Mit diesem ausgleichenden System haben wir bisher sehr gute Erfahrungen gemacht. Es erm&ouml;glicht uns sogar in besonderen F&auml;llen, n&auml;mlich bei sehr alten und sehr kranken Hunden, eine f&uuml;r Adoptivfamilien und den Verein tragbare L&ouml;sung zu finden, damit auch diese besonderen Notf&auml;lle eine Chance auf ein gutes Zuhause bekommen. Denn wenn die Tierschutzgeb&uuml;hr in jedem Fall auf die f&uuml;r das jeweilige Tier tats&auml;chlich angefallenen Kosten in unseren Pflegestellen berechnet werden m&uuml;sste, h&auml;tten gerade unsere vielen kranken Notfallhunde so gut wie keine Vermittlungschancen.<\/p>\n<p>Viele Tierschutzvereine arbeiten mit niedrigeren Tierschutzgeb&uuml;hren. Dazu muss man bedenken, dass vor allem st&auml;dtische Tierheime zumindest teilweise von den Kommunen mitfinanziert werden. Einige Tierheime locken Bewerber mit besonders niedrigen Vermittlungsgeb&uuml;hren, um die Umschlagszahl der Tierheimpl&auml;tze zu erh&ouml;hen. Manchmal versteckt sich dahinter eine &ouml;ffentliche F&ouml;rderung nach den tats&auml;chlichen Belegungszahlen, das hei&szlig;t, je mehr Tiere aufgenommen werden, umso mehr F&ouml;rderung kann das Tierheim erwarten. H&auml;ufig muss man jedoch lesen, dass Tierschutzvereine wegen der niedrigen Tierschutzgeb&uuml;hren nicht in der Lage sind, ihre tats&auml;chlichen Kosten aus eigener Kraft zu decken. Wir haben in 6 Jahren Vereinsarbeit sehr gute Erfahrungen mit unserem gesunden Finanzierungsmix aus Tierschutzgeb&uuml;hren, Spendengeldern und Patenschaften gemacht. Nur in seltenen F&auml;llen waren wir bisher gezwungen, f&uuml;r besonders kostenintensive OP&rsquo;s Spendenaufrufe zu starten. Obwohl wir, wie alle Tierschutzvereine, auch bei Retriever in Not e.V.\/Liberty for Dogs seit Jahren einen R&uuml;ckgang der Spendengelder feststellen, konnten wir auf diese Weise bisher allen unseren Sch&uuml;tzlingen helfen und unsere Notfallhunde in die f&uuml;r sie bestm&ouml;glichsten Familien vermitteln.<\/p>\n<p>6. Es gibt Beschwerden dar&uuml;ber, dass Sie an Besch&auml;ftigte im Verein Geh&auml;lter auszahlen, die durch Spendengelder finanziert werden. Wie stehen Sie dazu?<\/p>\n<p>Bis auf drei bezahlte Arbeitspl&permil;tze (zwei Vollzeitjobs und ein Halbtagsjob) f&uuml;r Organisation\/Verwaltung und Buchhaltung arbeiten alle Teamler und Helfer von RiN\/Liberty ehrenamtlich, d.h. unbezahlt und zus&auml;tzlich neben ihrer eigentlichen Berufst&auml;tigkeit. Auch die Angestellten in der Gesch&auml;ftsstelle arbeiten in ihrer Freizeit neben ihrem Job im RiN-B&uuml;ro ehrenamtlich im Team mit. Wie in vielen anderen Vereinen und Tierheimen auch, wurde der Verwaltungsaufwand mit den Jahren so gro&szlig;, dass die Mitgliederversammlung Arbeitspl&auml;tze geschaffen hat, um die regelm&auml;&szlig;ige und fachgerechte Bearbeitung zu gew&auml;hrleisten. Die Stellen werden aus dem Haushalt des Vereins finanziert. Dieser speist sich vor allem aus den Tierschutzgeb&uuml;hren und Beitr&auml;gen der F&ouml;rdermitglieder. Der Anteil der Spenden an dem zur Verf&uuml;gung stehenden Jahresetat, der dem Verein f&uuml;r seine gesamte Tierschutzarbeit zur Verf&uuml;gung steht, ist vergleichsweise gering.<\/p>\n<p>7. Sie sollen Sie am 25. Oktober 2009 Hunde aus Spanien erwartet haben. Der Transport wurde vom Veterin&auml;ramt in D&uuml;sseldorf beschlagnahmt. Auf der Internetseite pet-line.de sind Sie, Frau Auf der Maur, auf einigen Fotos zu erkennen. Auch sollen Sie beim Veterin&auml;ramt Soest am 29. Oktober um Hausquarant&auml;ne f&uuml;r die beschlagnahmten Hunde gebeten haben&hellip;<\/p>\n<p>Von der Tierschutzorganisation campaneros (www.tierarbeit.eu) war uns die &Uuml;bernahme von 4 spanischen Zuchthunden (2 Beagles, 2 Labradore) angeboten worden. Die Hunde hatten ihr ganzes Leben, 9 bzw. 11 Jahre, in einer spanischen Zuchtanlage hinter sich. Sie sollten eingeschl&auml;fert werden, weil der &bdquo;Z&uuml;chter&ldquo; sich nicht vorstellen konnte, dass sich jemand um solche verbrauchten Hunde k&uuml;mmern m&ouml;chte. Der Transport von pet-line wurde in D&uuml;sseldorf beschlagnahmt und die Hunde in ein Tierheim &uuml;berstellt. Der zust&auml;ndige Veterin&permil;r wollte die Hunde zun&auml;chst nicht an Vereine, sondern nur an Privatpersonen herausgeben. Sp&auml;ter sollten sie unter der Bedingung an den Verein &uuml;bergeben werden k&ouml;nnen, dass der Amtsveterin&auml;r in Soest Hausquarant&auml;ne genehmigt. Dieser wollte jedoch die Bluttests mit den Titer-Bestimmungen abwarten. Zwischenzeitlich stellte sich heraus, dass in den Papieren der f&uuml;r uns bestimmten Hunde kein Adoptant eingetragen war und wir daher kein Besitzrecht reklamieren k&ouml;nnen. Der Verein Retriever in Not e.V.\/Liberty for Dogs hat daher durch seinen Anwalt den Verzicht auf das Besitzrecht an den Hunden erkl&auml;ren lassen.<\/p>\n<p>Wer auf unseren Webseiten nicht gen&uuml;gend Antworten auf seine Fragen findet, kann sich gern direkt an uns wenden. Pers&ouml;nliche Anfragen zu unserer Arbeit beantworten wir gerne und so ausf&uuml;hrlich wie m&ouml;glich. <br \/>\n\tKontakt: info@retriever-in-not.de<\/p>\n<p>Unser Kommentar<\/p>\n<p>Sehr geehrter Herr Niederste-Werbeck,<\/p>\n<p>vielen Dank f&uuml;r Ihre Email. Wir h&auml;tten mit gar keiner anderen Reaktion von Ihnen gerechnet. Dementsprechend ist &quot;Entt&auml;uschung&quot; zu Ihrer Stellungnahme bei uns ausgeblieben. Im Prinzip war schon beim Gespr&auml;ch mit Frau Maibaum klar, wo der Weg hingeht. Allein die Tatsache, dass Frau Maibaum sich dahingehend &auml;u&szlig;erte, dass Sie viele Emails zur Award-Verleihung von Tierschutzvereinen erhalten h&auml;tten, die &quot;selbst nicht besser seien&quot;, war schon so unqualifiziert und gab klar zu erkennen, dass man die Sache einfach nur schnell vom Tisch haben wollte. Eigenartigerweise lie&szlig; Frau Maibaum sich von uns Kontaktdaten von zwei Veterin&auml;r&auml;mtern geben, um sich dort eine Stellungnahme einzuholen. Wir gehen davon aus, dass die Stellungnahmen tats&auml;chlich eingeholt wurden. Zumindest bei einem Veterin&auml;ramt k&ouml;nnen und wollen wir uns nicht vorstellen, dass es sich um eine positive Stellungnahme handelt.<\/p>\n<p>Ausk&uuml;nfte des Deutschen Tierschutzbundes und des WDR zum Anlass f&uuml;r &quot;vorbildlichen Tierschutz&quot; (der sollte einer Award-Verleihung vorausgehen!!!) zu nehmen, ist fast schon l&auml;cherlich und bedarf sicherlich keiner Kommentierung.<\/p>\n<p>Eigentlich ist hier jedes Wort zuviel!!!<\/p>\n<p>In der Hoffnung, dass Ihre Redaktion zumindest eine Sammelaktion f&uuml;r die im Tierheim D&uuml;sseldorf von RiN\/LfD verratenen, durch die &quot;D&uuml;sseldorfer Abzocke&quot; (Aussage Frau AdM) zu teuer gewordenen Hunde ins Leben ruft und Sie vielleicht dadurch in ein etwas besseres Licht geraten, verbleiben wir<\/p>\n<p>mit fassungslosen Gr&uuml;&szlig;en<\/p>\n<p>Das Team des Tierhofes Straelen<\/p>\n<p>P.S. Sollten Ihnen die Kosten f&uuml;r die armen Seelchen im Tierheim D&uuml;sseldorf zu hoch sein, beteiligen Sie sich einfach an den<br \/>\n\tTransportkosten f&uuml;r den am 20. November 2009 von RiN\/LfD geplanten Spanientransport, besser noch, werden Sie einfach<br \/>\n\t&quot;Hundebesitzer&quot;. Sie k&ouml;nnen sicher sein, es ist alles dabei, was Ihr Herz begehrt!!!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Stellungnahme der Redaktion und des Tierhofes Straelen zur Award-Verleihung 2010 an RiN\/LfD Wenn es um Tierschutz geht, dann geht es immer auch um Emotionen. Dies mussten wir einmal mehr feststellen, als wir den Dogs-Award im Bereich Tierschutz an den Verein &bdquo;Liberty for Dogs&rdquo; verliehen. 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