{"id":5150,"date":"2009-05-30T09:58:42","date_gmt":"2009-05-30T09:58:42","guid":{"rendered":"http:\/\/tierhof-straelen.de\/wp\/?p=5150"},"modified":"2011-09-01T10:01:30","modified_gmt":"2011-09-01T10:01:30","slug":"floh","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/tierhof-straelen.de\/wp\/?p=5150","title":{"rendered":"Floh (ehemals Kai) &#8211; Todeskandidat auf vier kleinen Pfoten"},"content":{"rendered":"<table border=\"0\" cellpadding=\"1\" cellspacing=\"1\" style=\"width: 100%\">\n<tbody>\n<tr>\n<td>Mai 2009<\/p>\n<p>&quot;Floh&quot; (ehemals &quot;Kai&quot;) &#8211; Todeskandidat auf vier kleinen Pfoten<\/p>\n<p>Eine Tier&auml;rztin aus Xanten wurde von einem Kollegen darum gebeten, einen dreij&auml;hrigen Hund einzuschl&auml;fern. Er selbst sei derzeit verhindert und der Hund m&uuml;sse schnellstm&ouml;glich eingeschl&auml;fert werden. Die Tier&auml;rztin wollte den Hund nicht ohne weiteres einschl&auml;fern und setzte sich zun&auml;chst mit dem Halter in Verbindung, um grundlegend zu kl&auml;ren, was vorgefallen ist. Sie lehnte die Einschl&auml;ferung vehement ab und setzte sich mit Herrn Wickrath (Sachverst&auml;ndiger f&uuml;r verhaltensauff&auml;llige Hunde) in Verbindung, der ihr riet, sich mit uns in Verbindung zu setzen.<\/p>\n<p>Gesagt, getan, sie stellte den Kontakt zum Hundehalter her, der uns die Geschichte wie folgt schilderte:<\/p>\n<p>Der Halter hatte den kleinen, ca. dreij&auml;hrigen Mischlingshund seines Vaters &uuml;bernommen, da dieser psychisch krank und nicht mehr in der Lage gewesen ist, die Versorgung des Hundes zu gew&auml;hrleisten. Beim Vater lebte &quot;Kai&quot; auf einem Hof, konnte dort tun und lassen was er wollte und schlief nachts im Zwinger.<\/p>\n<p>Nunmehr war &quot;Kai&quot; ein Familienhund geworden und anfangs funktionierte alles ganz gut, besonders die Kinder mochte &quot;Kai&quot; sehr gern. Das immer wiederkehrende Knurren von &quot;Kai&quot; wurde als harmlose Macke, mit der man sich arrangieren kann, gedeutet. Nachdem &quot;Kai&quot; dann aber nach dem Herrn des Hauses geschnappt und dabei an der Hand auch verletzt hat, knurrte der kleine Kerl die ganze Familie st&auml;ndig an und die Besitzer verloren das Vertrauen zu ihrem Hund. Die Unsicherheit der Hundehalter machte sich nat&uuml;rlich auch bei &quot;Kai&quot; immer deutlicher bemerkbar.<a href=\"https:\/\/tierhof-straelen.de\/wp\/?attachment_id=5152\" rel=\"attachment wp-att-5152\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"\" class=\"alignleft size-medium wp-image-5152\" height=\"300\" hspace=\"10\" src=\"https:\/\/tierhof-straelen.de\/wp\/wp-content\/uploads\/Photos-J.-619-224x300.jpg\" title=\"Camera\" vspace=\"10\" width=\"224\" srcset=\"https:\/\/tierhof-straelen.de\/wp\/wp-content\/uploads\/Photos-J.-619-224x300.jpg 224w, https:\/\/tierhof-straelen.de\/wp\/wp-content\/uploads\/Photos-J.-619.jpg 326w\" sizes=\"auto, (max-width: 224px) 100vw, 224px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Der Familienrat fasste, auch zum Schutze der Kinder, den Entschluss, sich von &quot;Kai&quot; zu trennen. Es wurden verschiedene Tierschutzeinrichtungen angerufen und &uuml;ber die Problematik informiert. Was die frisch gebackenen Hundehalter dann f&uuml;r Ausk&uuml;nfte erhielten, machte sie fassungs- und hilflos. Zahlreiche Tierschutzeinrichtungen lehnten die Aufnahme von Kai ab und zum guten Schluss bekam er dann auch noch die Aussage eines Tierheimes, er solle den Hund chippen und impfen lassen, danach w&uuml;rde man ihn dann in ein Rudel schmei&szlig;en und sehen was passiert.<\/p>\n<p>Jetzt kam alles zusammen. Zum einen sahen sie keine M&ouml;glichkeit, den Hund tier&auml;rztlich behandeln zu lassen &#8211; wie denn auch, sie kamen ja nicht mehr an ihn ran &#8211; zum anderen hat Kai immer isoliert gelebt und sollte nun in ein Rudel geschmissen werden. V&ouml;llig &uuml;berfordert entschied der Familienrat, dass es dann besser w&auml;re, Kai &uuml;ber die Regenbogenbr&uuml;cke gehen zu lassen. Das er im Rudel vielleicht verletzt oder sogar get&ouml;tet werden k&ouml;nnte, wollten sie ihm auf keinen Fall antun.<\/p>\n<p>Die ganze Familie war mittlerweile in heller Aufruhr, was selbstverst&auml;ndlich &quot;Kai&quot; nicht verborgen blieb. Er lie&szlig; seinem Unmut freien Lauf und knurrte unentwegt. Der Halter lockte ihn in einen Transportkorb und verbrachte die kleine Fusshupe zu uns.<\/p>\n<p>V&ouml;llig von der Bisswunde und den Ereignissen der letzten Tage &uuml;berfordert fing er hektisch an zu erkl&auml;ren, dass es ganz bestimmt nicht sein Ansinnen war, den Hund einschl&auml;fern zu lassen. Er h&auml;tte sich einfach keinen Rat mehr gewusst und wollte auf keinen Fall, dass der Hund auf eine Odysee geschickt wird, auf die er selbst keinen Einfluss mehr nehmen kann. Der Halter war sichtlich ger&uuml;hrt und emotional sehr angespannt.<\/p>\n<p>Sichtlich erleichtert &uuml;berlies er uns den kleinen &quot;Kai&quot;, der mittlerweile &quot;Floh&quot; hei&szlig;t.<\/p>\n<p>Unser &quot;Fl&ouml;hchen&quot; hat sich hervorragend eingelebt, ist mit &quot;Jacky&quot;, einer Hundedame vergesellschaftet, l&auml;sst sich super gern knuddeln und wird bestimmt ein passendes neues Sofapl&auml;tzchen finden. Geknurrt hat die kleine Maus nur zwei Tage lang. Er hat die Lust daran verloren, weil er uns dadurch nicht beeindrucken konnte. Hundeerfahrene Menschen finden in ihm sicherlich einen tollen Kumpel, der bereit ist f&uuml;r seinen Menschen alles zu geben.<\/p>\n<p>Fremden gegen&uuml;ber ist er immer noch etwas reserviert. Mittlerweile ignoriert er diese und ist sogar bereit, von Fremden ein Leckerchen anzunehmen.<\/p>\n<p>Wir m&ouml;chten uns ganz herzlich bei der verantwortungsbewussten und engagierten Tier&auml;rztin bedanken, die dem kleinen, agilen und lebensfrohen Kerl die Chance zum Weiterleben gegeben hat!!!<\/p>\n<p>Vom Himmel h&auml;tte er nicht zur&uuml;ckkommen k&ouml;nnen, um die Menschen eines Besseren zu belehren.<\/p>\n<p>Wieder einmal ein Beweis daf&uuml;r, dass die meisten Probleme zu l&ouml;sen sind und Gott sei Dank bei vielen Tier&auml;rzten der Verstand und das Herz noch auf dem richtigen Fleck sind.<\/p>\n<p>Sch&ouml;n w&auml;re in diesem Zusammenhang auch, wenn Tierschutzeinrichtungen sich untereinander einiger w&auml;ren. Es kann doch nicht so schwer und zeitaufwendig sein, verzweifelten Menschen einfach mal zuzuh&ouml;ren, ihnen zu signalisieren, dass man um eine L&ouml;sung bem&uuml;ht ist, sie aber nicht abrupt aus dem &Auml;rmel sch&uuml;tteln kann. Wenn man dann noch &uuml;ber seinen Schatten springen w&uuml;rde, um in letzter Instanz bei anderen Tierschutzeinrichtungen nach einer entsprechenden M&ouml;glichkeit zu fragen, w&auml;re das ein Meilenstein in Sachen Tierschutz!!!!!!<\/p>\n<p>Ein ganz besonderes Dankesch&ouml;n gilt hier nat&uuml;rlich auch Herrn Horst Wickrath.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mai 2009 &quot;Floh&quot; (ehemals &quot;Kai&quot;) &#8211; Todeskandidat auf vier kleinen Pfoten Eine Tier&auml;rztin aus Xanten wurde von einem Kollegen darum gebeten, einen dreij&auml;hrigen Hund einzuschl&auml;fern. Er selbst sei derzeit verhindert und der Hund m&uuml;sse schnellstm&ouml;glich eingeschl&auml;fert werden. 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