{"id":8243,"date":"2012-10-09T11:59:51","date_gmt":"2012-10-09T11:59:51","guid":{"rendered":"http:\/\/tierhof-straelen.de\/wp\/?p=8243"},"modified":"2012-10-17T09:55:05","modified_gmt":"2012-10-17T09:55:05","slug":"unterstutzung-der-forderung-nach-einer-erlaubnispflicht-bei-der-einfuhr-und-beim-verbringen-von-tieren-aus-dem-ausland","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/tierhof-straelen.de\/wp\/?p=8243","title":{"rendered":"Unterst\u00fctzung der Forderung nach einer Erlaubnispflicht bei der Einfuhr und beim Verbringen von Tieren aus dem Ausland"},"content":{"rendered":"<p><strong>Offener Brief an das Bundesministerium f&uuml;r Ern&auml;hrung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz <\/p>\n<p>\n\t<\/strong><\/p>\n<p>Sehr geehrte Frau Bundesministerin Aigner,<\/p>\n<p>\tCharity f&uuml;r Tiere e.V. | Tierhof Straelen unterst&uuml;tzt ausdr&uuml;cklich die Forderung einer Erlaubnispflicht beim Verbringen von Tieren aus dem Ausland, wie es im Gesetzentwurf zur &Auml;nderung des Tierschutzgesetzes beschrieben ist (Drucksache 17\/10572; &sect; 11 (Abs.1, Satz 1, Nummer 5 &ndash;neu)).<br \/>\n\tDie Einf&uuml;hrung einer Erlaubnispflicht beim Verbringen von Tieren aus dem Ausland nach Deutschland gew&auml;hrleistet, dass der sogenannte Auslandstierschutz transparent, effizient und seri&ouml;s arbeitet. <\/p>\n<p>\tDie kursierende Darstellung, dass es sich bei den nach Deutschland importierten Tieren ausschlie&szlig;lich um &bdquo;Stra&szlig;enhunde&ldquo; handelt, ist nach unseren Erkenntnissen schlichtweg falsch. Die Tiere stammen aus oftmals illegalen Z&uuml;chtungen oder Vermehrungen im Ausland, und werden von deutschen Tierschutzvereinen aufgenommen und im Bundesgebiet gegen Entgelt vermittelt. Dabei passiert den Verursachern im Ausland in der Regel nichts, denn die bezeichneten Vereine prangern, auch nicht auf dem Rechtsweg, diese Z&uuml;chtungen \/ Vermehrungen an. Unserer Meinung nach, unterst&uuml;tzt eine derartige Handlungsweise sogar noch das Tierelend. Auf der anderen Seite finanzieren sich einige Vereine fast ausschlie&szlig;lich &uuml;ber die einhergehenden Vermittlungsgeb&uuml;hren. Dies ist lukrativ, da die Kosten f&uuml;r die Vereine nicht immer so hoch sind wie dargestellt: Die Kosten f&uuml;r die Pflege und F&uuml;tterung und teilweise auch die tier&auml;rztliche Versorgung dieser Tiere werden meist von ungepr&uuml;ften Pflegestellen, also aus privaten Mitteln, bezahlt und werden in vielen F&auml;llen nicht vom Verein getragen. Auch nicht jedes Tier bedarf intensiver tier&auml;rztlicher Versorgung. Und dass alle Tiere geimpft und gechipt sind, k&ouml;nnen wir aus unserer Erfahrung auch nicht best&auml;tigen. Bei genauerem Hinschauen, gab es erhebliche Zweifel an der Belastbarkeit der ausgestellten Impfp&auml;sse. Auffallend ist auch, dass es sich bei den Importtieren h&auml;ufig um gut zu vermittelnde Tiere, unter anderem auch Rassehunde und Welpen handelt. Einzelne Vereine verbringen massenhaft Tiere nach Deutschland und arbeiten mit Pflegestellen, wobei sie ablehnen, dass diese von den zust&auml;ndigen Veterin&auml;rbeh&ouml;rden auf Sachkunde gepr&uuml;ft werden, was Grundvoraussetzung f&uuml;r eine solche T&auml;tigkeit im Sinne des Tierschutzes sein sollte. Grunds&auml;tzlich ist die Methodik zweifelhaft, da nach diesem Muster eine nicht versiegende Einnahmequelle aus Produzenten und Abnehmern entsteht.<\/p>\n<p>\tDie F&auml;lle, der durch Unachtsamkeit und mangelnder Kompetenz entlaufener Tiere, h&auml;ufen sich genauso wie die Geschichten der Tiere, die dann hier in Deutschland auf eine Odyssee geschickt werden. Bei vielen der importierten Tiere handelt es sich um &auml;ngstliche\/scheue Tiere, die mit den hiesigen Verh&auml;ltnissen v&ouml;llig &uuml;berfordert sind. Tiere werden teilweise an Rastst&auml;tten oder unter Autobahnbr&uuml;cken in Form von Fahrketten umgeladen und sind &uuml;ber Stunden unterwegs. Ebenfalls machen Meldungen in der Presse deutlich, dass Auslandstiere unter tierschutzwidrigen Bedingungen transportiert werden. <\/p>\n<p>\tAdoptanten oder Pflegestellen &uuml;bernehmen die sogenannten &bdquo;Wundert&uuml;ten&ldquo; aufgrund einer Internetpr&auml;sentation, die oftmals nicht die wirklichen Eigenschaften\/Krankheiten wiedergeben und schlie&szlig;lich und endlich ist in vielen F&auml;llen damit vorprogrammiert, dass die Hunde ihr neues Zuhause wieder verlassen m&uuml;ssen, weil es zu Schwierigkeiten im Umgang mit dem Tier kommt. Der Weg endet in deutschen Tierheimen, weil die Verantwortlichen sich aus der Aff&auml;re ziehen und damit besch&auml;ftigt sind, die n&auml;chsten Transporte vorzubereiten. <\/p>\n<p>\tSchon vor Monaten ver&ouml;ffentlichte der Deutsche Tierschutzbund, dass Tierheime in Deutschland &uuml;berf&uuml;llt sind und keine Kapazit&auml;ten mehr frei sind. Das k&ouml;nnen wir genauso best&auml;tigen. Obwohl wir bewusst keine Tiere aus dem Ausland &uuml;bernehmen, leben bei uns viele Hunde fremdl&auml;ndischer Herkunft, da diese Tiere durch verschiedenste Probleme ihr Zuhause verloren haben und die verantwortlichen Organisationen sich ihrer Verantwortung f&uuml;r das Tier entzogen haben. <\/p>\n<p>\tUnserer Meinung nach w&uuml;rde die geplante Erlaubnispflicht zur Einf&uuml;hrung, Verbringung und Vermittlung von Auslandstieren ggf. dazu dienen, nachvollziehbar klarzulegen, wie viele Tiere aus welchen L&auml;ndern eingef&uuml;hrt werden. Wenn man sich vor Augen f&uuml;hrt, dass allein die Anzahl der aus Tschechien\/Slowakei eingef&uuml;hrten Hunde auf ca. 25.000 j&auml;hrlich gesch&auml;tzt wird, kann man sich leicht ausmalen, welches Ausma&szlig; die Einfuhr auch unter dem Aspekt perfider Gesch&auml;ftemacherei hat. W&uuml;nschenswert w&auml;re sich zukunftsorientiert dem Aufbau einer fundierten Tierschutzarbeit vor Ort zu widmen. Die Konzentration auf die massenhafte Einfuhr von Auslandstieren kann und darf nicht die L&ouml;sung sein, da hierdurch lediglich eine Problemverlagerung stattfindet. <\/p>\n<p>\tUnter diesen Eindr&uuml;cken fordern wir dringend die Verabschiedung des obigen Gesetzesentwurfs. Wer verantwortlichen Tierschutz betreibt und nichts zu verbergen, hat mit einer Erlaubnispflicht keine Schwierigkeiten. Ein l&uuml;ckenloses und nachvollziehbares Tierbestandsbuch mit Angaben zur Herkunft der Tiere &uuml;ber mehrere Ebenen sind im Sinne von Transparenz und f&uuml;r einen glaubw&uuml;rdigen Tierschutz unabdingbar, vor allem wenn Tierschutzvereine sich von Tierh&auml;ndlern unterscheiden m&ouml;chten.<\/p>\n<p>\tMit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<\/p>\n<p>\tDer Vorstand<\/p>\n<p>\tP.S.: Zur Verdeutlichung der Situation empfehlen wir nachstehende Links zu Medienberichten: <\/p>\n<p>\t<a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=0vdEJM8n9c8\" target=\"_blank\">1. RTL Punkt 12<\/a><br \/>\n\t&bdquo;N&Uuml;RNBERG &#8211; 62 junge Hunde in einem Kleintransporter, in K&auml;fige gequetscht und &uuml;bereinandergestapelt:&ldquo; (&#8230;)<br \/>\n\t<a href=\"http:\/\/www.nw-news.de\/lokale_news\/buende\/buende\/7110789_Im_Streit_um_die_Huendin_Stacy.html\" target=\"_blank\"><br \/>\n\t2. Neue Westf&auml;lische Zeitung, Onlineausgabe: <\/a><br \/>\n\t&bdquo;Ein Familienhund sollte es sein, den sich Familie Berger (Name ge&auml;ndert) aus B&uuml;nde (Kreis Herford) anschaffen wollte. Die beiden Kinder (8 und 9 Jahre) haben sich bei der Collie-Hilfe in Rahden (Kreis Minden-L&uuml;bbecke) sofort in die Mischlingsh&uuml;ndin Stacy verliebt. Der Hund blieb nur drei Tage bei ihnen. Jetzt machen sich Familie und Tierheim gegenseitig Vorw&uuml;rfe.&ldquo; (&#8230;)<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=qS9a7YDCO-k&amp;feature=player_embedded\" target=\"_blank\">3. Privatfilm: &quot;Gnadenlose Gnade &#8211; Gerettet, um zu Leben?&quot;<\/a><br \/>\n\tBitte Teasertext zum Video beachten.<\/p>\n<p>\t<a href=\"http:\/\/www.facebook.com\/photo.php?fbid=485548374802199&amp;set=a.481196328570737.115486.445978405425863&amp;type=1&amp;theater\" target=\"_blank\">3.1. Hintergr&uuml;nde zum Hund &quot;Toffie&quot; aus &quot;Gandenlose Gnade &#8211; Gerettet, um zu Leben?<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><u>&Uuml;berarbeitung vom 17.10.12<br \/>\n\t<\/u><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/pfotengangs-welt.blogspot.de\/2012\/10\/ausweitung-der-erlaubnispflicht.html\" target=\"_blank\">Pfotengangs-Welt Offener Brief an das Bundesministerium f&uuml;r Landwirtschaft, Ern&auml;hrung und Verbraucherschutz<strong>&nbsp; <\/strong><\/a><span _fck_bookmark=\"1\" style=\"display: none;\"><br \/>\n\t<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Offener Brief an das Bundesministerium f&uuml;r Ern&auml;hrung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz Sehr geehrte Frau Bundesministerin Aigner, Charity f&uuml;r Tiere e.V. | Tierhof Straelen unterst&uuml;tzt ausdr&uuml;cklich die Forderung einer Erlaubnispflicht beim Verbringen von Tieren aus dem Ausland, wie es im Gesetzentwurf zur &Auml;nderung des Tierschutzgesetzes beschrieben ist (Drucksache 17\/10572; &sect; 11 (Abs.1, Satz 1, Nummer 5 &ndash;neu)). 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