Berlin/NRW, 10.12.08 – Nach einer 6 Jahre dauernden Odyssee zwischen verschiedenen Tierhalten, ist die Rottweiler-Hündin nun auf dem Tierschutzhof in Straelen am Niederrhein aufgenommen worden. Zuletzt lebte die Hündin bei einer Familie in Bad Segeberg und litt unter familiären Verhältnissen sowie mangelnder Fachkunde.

Die erste Vorsitzende von Charity für Tiere e.V., Martina Retthofer, nimmt sich nun dem Tier persönlich an, nachdem der Hilferuf aus Bad Segeberg (Schleswig-Holstein) bei ihr eingetroffen ist.Die Rottweiler-Hündin „Kira" ist gestern von Martina Retthofer und einem Mitarbeiter des Tierschutzhofes Straelen in Bad Segeberg abgeholt worden und kommt derzeit auf dem Tierhof unter sachkundiger Aufsicht zur Ruhe. Die Reise der unkastrierten Hündin begann vor 6 Jahren im Welpenalter in Hamburg. Die nächsten 4 Jahre lebte sie dort bei in familiärer Umgebung, leider ohne tierärztliche Vorsorgemaßnahmen (Schutzimpfungen/Entwurmungen usw.), ohne Hundeausbildung. Sie litt unter mangelnder Beschäftigung. Vor etwas 2 Jahren wurde „Kira" nach Bad Segeberg vermittelt. Auch diese Tierhalter kannten sich zu wenig mit den Haltungsanforderungen für Rottweilern aus.

Auch aus Angst wurde die Hündin zunehmend isoliert in den oberen Stockwerken des Hauses gehalten. In der Regel gab es zu wenig soziale Kontakte mit Menschen und anderen Tieren, die Notdurft musste oft im Garten entrichtet werden. Kira reagierte mit Verhaltensauffälligkeiten wie ein allgemeines Unsicherheitsverhalten, warnte die Umgebung mit Knurren und schnappte nach Futter. Die Familie in der Kira lebte, zerbrach zunehmend an persönlichen Schwierigkeiten und Konflikten. Einem in Kontakt zur Familie stehender Sozialpädagoge, griff beherzt in die Situation ein und holte sich Rat beim Veterinäramt des Kreises Bad Segeberg. Das Veterinäramt stellte den Kontakt zur ersten Vorsitzenden von Charity für Tiere e.V. her, die für ihre hohe Sachkunde bei auffälligen Hunden bekannt ist.

Martina Retthofer: „Niemandem ist geholfen, wenn nur oberflächlich über aggressive oder auffällige Hunde populär diskutiert wird. Jedes Tier verdient eine zweite Chance, genau die Gründe zu analysieren. Für kein Tier in Not ist mir ein Weg zu weit." Für die Rottweiler-Hündin werden zuverlässige Tierfreunde mit hoher Rottweiler-Kenntnis gesucht, bei denen „Kira" ein neues Zuhause finden kann. Damit zukünftiges Tierleid durch Unkenntnis und nicht artgerechte Haltung vermieden werden kann, empfiehlt Charity für Tiere e.V., sich genau über die Haltungs- und Lebensbedingungen von Tieren zu vergewissern, bevor ein Haustier angeschafft wird. In den angeschlossenen Tierschutzeinrichtungen von Charity für Tiere e.V., so auch auf dem Tierhof Straelen, warten sehr viele Tiere auf ein neues Zuhause bei verantwortungsvollen Tierfreunden. Auch erhalten Sie dort weit reichende Informationen zur artgerechten Tierhaltung.

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Die Vorsitzende von Charity für Tiere e.V. rettet Border-Collie mit dem Veterinäramt

 

Berlin/NRW – Seit 3 Wochen lebt der Border-Collie „Mr.T." auf dem Tierhof Straelen, nachdem das zuständige Veterinäramt des Kreises Kleve die erste Vorsitzende von Charity für Tiere e.V. um Hilfe gebeten hatte. Der 18 Monate junge Rüde sollte ursprünglich eingeschläfert werden, nachdem er durch aggressives Verhalten bei seinem alten Besitzer auffällig wurde.

Wie sich jetzt herausstellt, liegen die Gründe für das auffällige Verhalten des Rüden nicht in seinem naturgemäßen Charakter, sondern sind Resultate aus falschen Haltungsbedingungen und Unterforderungen. Der junge Hund wurde bei seinem ursprünglichen Besitzer in einer Etagenwohnung gehalten, ohne ihm seiner Rasse entsprechend, genügend Abwechselung und Aufgaben zu bieten. In letzter Konsequenz wurde er in den Dachräumen eingesperrt und isoliert, aus Angst, dass der er zubeißen könnte. Border-Collies gelten als besonders intelligente und bewegungsfreudige Herdenhunde, die täglich neue gefordert werden müssen, um eine artgerechte Haltung zu gewährleisten. Im Folgenden krude Erziehungsversuche mit Druckmitteln, verschlimmerten noch die Situation von Mr.T.

Letztendlich sollte der Border-Collie eingeschläfert werden. Das eingeschaltete Veterinäramt Kleve bat daraufhin, die für ihr Wissen über auffällige Hunde bekannte Betreiberin des Tierschutzhofes in Straelen und erste Vorsitzende von Charity für Tiere e.V., um Hilfe, das Tier genauer zu bewerten.
Glücklicherweise gibt es nun mehr als deutliche Signale, dass sich die Auffälligkeiten bei Mr. T., zugunsten eines sozialen und zutraulichen Verhaltens gewandelt haben, seit dem er fachkundig auf dem Tierhof betreut wird. „Aus dem Himmel ist noch niemand zurückgekehrt, und jeder verdient eine zweite Chance", so Martina Retthofer.

Charity für Tiere e.V. empfiehlt sich genau über die Haltungs- und Lebensbedingungen von Tieren zu vergewissern, bevor ein Haustier angeschafft wird. In den angeschlossenen Tierschutzeinrichtungen von Charity für Tiere e.V., so auch auf dem Tierhof Straelen, warten sehr viele Tiere auf ein neues Zuhause bei verantwortungsvollen Tierfreunden.

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