"Arschkrampe Merten" ist umgezogen…
Einige von Euch haben es schon gehört, Mertens Kumpeline Annabell ist im Dezember 2009 in ihr neues Zuhause gezogen. Die "ach so gefährliche Anni" hat den Himmel auf Erden bei Menschen mit Herz und Verstand gefunden und ist absolut unauffällig.

Nun sollte auch Merten umziehen, und zwar nicht in den Himmel, sondern in Tinas Rudel. Sein Einzug verlief absolut unproblematisch, mit seinen Hundekumpels verstand er sich auf Anhieb, die Katzen bestaunte er wie Außerirdische und konnte gar nicht verstehen, dass seine Kollegen diese gar nicht beachteten. Zwei Tage lang beäugte er die Katzen und immer, wenn diese sich in Bewegung setzten, beunruhigte ihn dies. Mittlerweile sieht er sie gar nicht mehr, sie gehören für ihn zum beweglichen Inventar. Unserem gesamten Team gegenüber ist er einfach nur knuffig und charmant, Tina und Jörn verfolgt er auf Schritt und Tritt und schummelt sich dann und wann auch mal gerne ins Bett. Besucher werden erst einmal verbellt und unmittelbar nach dem diese sich hingesetzt haben, zum Schmusen aufgefordert. Er beherrscht mittlerweile alle Kommandos, versucht manchmal durch Kasperei um die Kommandos herumzukommen, führt sie aber in letzter Instanz (wenn auch mit gelangweilter Mimik) aus. Also eigentlich …. ein ganz normaler Hund!!!

Meinungsverschiedenheiten gab es nur einmal beim Autofahren, als er nicht wollte, dass sich jemand auf die Rückbank setzt und bis jetzt dreimal, als er Dekoration zu Beute machte und einmal, als er unsere Nudeln beschlagnahmte. Seine Unlust zur Diskussion zeigte er unmissverständlich durch Zähnefletschen und lautes Knurren, für nicht hundeerfahrene Menschen durchaus furchteinflößend. Er zeigte sich sehr erstaunt über die Tatsache, dass er uns damit nicht sonderlich beeindrucken konnte und war sichtlich beleidigt, dass wir ihm seine "Beute" abgenommen haben. Dass wir ihm seine Beute abnehmen konnten, ist ganz bestimmt nicht auf Können zurückzuführen, sondern man konnte an seiner Verhaltensweise klar erkennen, dass es sich bei Merten um einen Hund handelt, der einfach nur droht und damit in der Vergangenheit vermutlich immer durchgekommen ist.

Wie viele andere Hunde verteidigt Merten sein "Auto" und möchte nicht, dass Fremde sich in der Nähe seines "Autos" aufhalten, beim "Rückbankthema" machen wir auch schon Fortschritte. Hier reicht ein energisches "nein, spinnst Du???", damit er sich ablegt. Übung macht den Meister.

Nicht nur wir freuen uns über das Zusammenleben mit Merten, unsere Spaziergänger Inge, Kalle und Peter zeigten sich sehr erfreut und waren sehr erstaunt über das relaxte Verhalten unseres neuen Rudelmitglieds.

Im übrigen: Der Papagei Sammy (vollwertiges, vorlautes Rudelmitglied) hat Mertens Herz auch erobert.

Am Morgen bist du sehr früh aufgestanden und hast die Koffer gepackt. Du nahmst meine Leine, was war ich glücklich! Noch ein kleiner Spaziergang vor dem Urlaub – Hurra!
Wir fuhren mit dem Wagen und du hast am Straßenrand gehalten. Die Tür ging auf und du hast einen Stock geworfen.
Ich lief und lief, bis ich den Stock gefunden und zwischen meinen Zähnen hatte, um ihn dir zu bringen. Als ich zurückkam, warst du nicht mehr da! In Panik bin ich in alle Richtungen gelaufen, um dich zu finden, aber ich wurde immer schwächer. Ich hatte Angst und großen Hunger.
Ein fremder Mann kam, legte mir ein Halsband um und nahm mich mit. Bald befand ich mich in einem Käfig und wartete dort auf deine Rückkehr.

Aber du bist nicht gekommen.
Dann wurde mein Käfig geöffnet, nein, du warst es nicht – es war der Mann, der mich gefunden hatte. Er brachte mich in einen Raum – es roch nach Tod! Meine Stunde war gekommen!!
Geliebtes Herrchen, ich will, das du weißt, das ich mich trotz allen Leidens, das du mir angetan hast, immer noch an dein Bild erinnere. Und falls ich noch einmal auf die Erde zurückkommen könnte – ich würde auf dich zulaufen, denn ICH HATTE DICH LIEB!!!!!

Diese traurige Geschichte stammt aus einer belgischen Zeitung mit der Bitte, sie zu verbreiten.
Wenn mit dieser Geschichte auch nur ein einziger Hund bzw. ein anderes Lebewesen vor so einem Schicksal bewahrt wird, ist schon viel gewonnen.

Es soll von vielen Menschen gelesen werden und es soll niemand wegschauen, wenn man so eine grausame Tat beobachtet. Einfach den Mut haben zu dem Tier mit Liebe hinzugehen, diesen verantwortungslosen Menschen ansprechen und anzeigen. Man ist den Tieren gegenüber \"verpflichtet\" etwas gegen solche Leute zu unternehmen!

PS: in den Tierheimen warten viele Tiere auf ein neues Herrl/Frauerl!

Briefe von Tieren von Wolfgang Edelmayr, mehr hier….