Archiv für die ‘Tierschutz – Warum?’ Kategorie

Gamin – ein Fall von vielen?

Von admin am 24. Oktober 2011
Wir möchten anhand dieses Schriftwechsels einmal näher bringen, in welcher Form zum Teil die sogenannte "Rettung von Auslandshunden" betrieben wird und endet. Traurig stimmt uns, dass Nachfragen und Hinweise in der Regel als persönlicher Angriff gesehen werden.

Hinweis: Gamin lebt und es wird über verhaltenstherapeutische Maßnahmen nachgedacht!!!

Jeder kann sich nach dem Lesen des Schriftverkehrs ein eigenes Bild zu der Rettung von Gamin machen!

Nachdenkliche Grüße

Das Team des Tierhofes Straelen

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—–Ursprüngliche Mitteilung—–
Von:
An: info <info@tierhof-straelen.de>
Verschickt: Sa, 15 Okt 2011 6:48 am
Betreff: gamin

hallo liebes team vom tierhof straelen,

herr … hat mich an sie weitergeleitet,weil wir,das sind tierfreunde-musher ,ein problem haben.
es handelt sich hierbei um einen 12 monate alten malinois rüden,der von uns vermittelt wurde und nun auf endstellte bei einem älteren herrn ist.
das problem bei gamin ist,er hat sich nach 2 monaten zu einem kleinen kampfschweinchen entpuppt,das heisst,er schnappt bei fremden zu(strafanzeige wegen beissen lauft schon.)
ich habe auch schon 2 interessenten vorbeigeschickt,die aber von gamin auch in die flucht gebissen wurden.
meine frage nun,haben sie ne idee,wer diesem vorpupertieredem gamin paroli bieten könnte?mir tut dieser hund in der seele weh,weil er wirklich nur aus angst zuschnappt,und er,durch dass er in der belgischen tötung gesessen hat,wahrscheinlich ein trauma durchlebt.
ich kämpfe nun seit 2 wochen um diesen hundweil ihm die spritze droht,aber ich muss sagen,ich bin langsam mit meinem latain am ende,deshalb dieser hilferuf an sie.

vielleicht fällt ihnen ja jemanden ein,der a. mit so einem hund erstmal klar kommt,und b. ihn mit viel trainng wieder auf vordermann bringt.

glg

 

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To:
Subject: Re: gamin
From: retthofer3@aol.com
Date: Mon, 17 Oct 2011 07:19:23 -0400

Hallo,

leider haben wir zur Zeit keinerlei Kapazitäten frei. Wir sind schon übervoll, so dass wir in diesem Fall leider nicht helfen können. Sicherlich spielt die Vorgeschichte von Gamin eine Rolle, man darf aber nicht unterschätzen, dass es sich um einen Mali handelt, der wirklich bei diesen Verhaltensauffälligkeiten in sehr sach- und fachkundige Hände gehört. Nicht umsonst bezeichnet man Malis sehr oft als Rasierklinge, die man sich wirklich nur anschaffen sollte, wenn man weiß wie man damit umgeht. Selbstverständlich melden wir uns, falls wir wider Erwarten einen Platz frei haben sollten, was aber bei der zur Zeit hier lebenden Schützlingen eher unwahrscheinlich ist. Natürlich hören wir uns rum, wer ggf. einen geeigneten Platz hat. Gerne können Sie uns auch eine Email zukommen lassen, mit Bildern und einer nicht verharmlosenden Beschreibung, dann können wir Gamin ggf. unter Notfall mit auf unsere Seite nehmen.

Ihnen erst einmal alles Gute

Martina Retthofer/Corinna Markau
Tierhof Straelen

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—–Ursprüngliche Mitteilung—–
Von:
An: retthofer3 <retthofer3@aol.com>
Verschickt: Di, 18 Okt 2011 10:54 am
Betreff: RE: gamin

hallo frau retthofer und frau markau,

glaub nun kommt alle hilfe zu spät,das veterinärsamt hat gamin nun eingezogen und ihn auf stufe 1 der gefährlichkeitsskala gesetzt.nun ist er im tierheim in düsseldorf gelandet,wo er morgen einen wesenstest machen soll.dazu wirds aber wahrscheinlich erst gar nicht kommen,weil die gamin erst gar nicht aus dem zwinger bekommen ohne das er alle totbeist.glaub auch kaum ,dass sein besitzer,der als einzigster bezug und der auch noch nie gebissen wurde von gamin,extra dort hinkommt und behilflich sein wird,gamin auf den platz zu bringen.
gamin wird spätestens morgen abend tot sein.

ich danke ihnen zwein aber trotzdem für ihre antwort und für ihr offenes ohr, all meine bemühungen sind nun gescheitert,es ist einfach alles nur noch traurig….

glg

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To:
Subject: Re: gamin
From: retthofer3@aol.com
Date: Tue, 18 Oct 2011 06:39:43 -0400

Hallo,

wir können uns kaum vorstellen, dass das tatsächlich so abläuft. Das hört sich ja so an, als wolle das Veterinäramt Gamin töten. Es ist doch klar, dass Gamin sich nicht vorführen lässt und sich erst einmal einleben muss. Das werden doch die Verantwortlichen im Tierheim Düsseldorf auch wissen. Haben Sie mit dem zuständigen Veterinär gesprochen bzw. mit Verantwortllichen des Tierheims? Für eine Einschläferung müssen ja schon erhebliche Dinge vorgefallen sein. Wir glauben kaum, dass die Verantwortlichen so schnell einer Einschläferung zustimmen. Sollten Sie Kontaktdaten haben, teilen Sie uns diese gerne mit, dann können wir versuchen uns selbst mal schlau zu machen.

Wissen Sie oder denken Sie, dass dem bisherigen Besitzer egal ist, was mit dem Hund passiert?

Sie müssen schon entschuldigen, aber letztendlich sind immer die Tiere, die unserer Meinung nach ohne Sinn und Verstand herangekarrt werden und dann auch noch voreilig an nicht geeignete Menschen vermittelt werden, die Leidtragenden solcher Aktionen. Wie gesagt, unserer Meinung nach vermittelt man nicht mal eben einen Mali, es ist bekannt, dass die gerne mal aus dem Ruder laufen und rassespezifisch, verantwortungsvolle und konsequente Führung brauchen, damit das nicht passiert. Hier kommt für uns die Frage auf, wer hat letztendlich Gamin auf dem Gewissen? Rettung sieht unserer Meinung nach anders aus!

Tierliebe, traurige und zugleich auch verständnislose Grüße

Martina Retthofer/Corinna Markau
Tierhof Straelen

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—–Ursprüngliche Mitteilung—–
Von:
An: retthofer3 <retthofer3@aol.com>
Verschickt: Di, 18 Okt 2011 2:03 pm
Betreff: RE: gamin

hallo,

um missverständnisse auszuräumen,ich sitze 600 km vom ort des geschehens entfernt und bin in diese sache mit gamin nur zufällig reingerutscht.ich kann ihnen nur sagen was mir selber mitgeteilt wude von den verantwortlichen.
dieser interessent hat jahrelange mali und hundeplatzerfahrung vorgewiesen,aufgrund dieser tatsachen wurde gamin dann auch dort hinvermittelt.laut ansage der vorherigen pflegestelle war gamin ein liebervoller,umgänglicher,gutmütiger hund.
ich kann ihnen wirklich nicht sagen,was die endstelle mit gamin in diesen 2 monaten angestellt hat,dass dieser hund nun so hochaggressiv geworden ist.ich tappe da auch im dunklen.
ich kann nun nur hoffen,dass das veterinärsamt nicht so voreilig handelt und es doch noch irgendeine lösung für gamin geben wird.
wie ich jetzt auch gerade erfahren habe,sucht nun anscheinedn das tierheim jemand,der an den hund drankommt,damit man schauen kann,ob ein training noch was bringt.
also erstmal entwarnung!
der besitzer von gamin hat laut aussage vom veterinäramt keine erlaubnis mehr,diesen hund zu führen ,da er als gefährlich eingestuft wurde.
mir selber geht das schicksal von gamin an die nieren,weil ich dieses theater nun schon seit 3 wochen mitbekomme,deshalb hab ich mich auch eingemischt und auch für ihn gekämpft.
ich weiss nur,dass die tierfreunde musher morgen ein gespräch mit dem veterinärsamt haben und sie versuchen werden,von ihrem eigentumsvorbehalt gebrauch zu machen.
so weit der stand der dinge,die ich eben vor ner halben stunde erfahren habe.
ich selber habe gamin nicht vermittelt,ich bin erst seit 3 wochen in diesem verien tätig und wie gesagt nur durch zufall mit gamin und seinem besitzer konfrontiert worden und seit diesen 3 wochen kämpf und setz ich mich für gamin ein,deswegen auch meine hilferufe an sämtliche tierschützer.

lg

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Hallo,

vielen Dank für Ihre schnelle Antwort. Nehmen Sie es nicht persönlich, aber Anfragen wie Ihre erreichen uns fast täglich. Komischerweise – es scheint schon fast System zu haben – ist das jeweilige Tier anfangs zum Scheitern (Sterben) verurteilt, keiner tut was, man selbst ist mit den Nerven am Ende und das Elend schlägt dem jeweiligen Schreiber auf die Nieren und er fühlt sich in seiner Traurigkeit gefangen. Wenn die Tierhilfe, für die Sie sich so weit aus dem Fenster lehnen, verantwortungsvoll gehandelt hätte, wäre es gar nicht zu diesen Vorfällen gekommen. Man fasst sich ja schon an den Kopf, wenn man hört "hundeplatzerfahren". Der Hund ist gerade mal zwei Monate in seinem neuen Zuhause! Seit drei Wochen sind Sie nun schon mit dem Thema Gamin beschäftigt. Hier kommt die Frage auf, wieso hat der Verein denn nicht schon in dieser Zeit von seinem Eigentumsrecht Gebrauch gemacht? Sie werden jetzt sagen, weil niemand die Herausforderung annehmen wollte oder konnte! Wir sagen: Auf solche Eventualitäten stellt sich ein verantwortungsvoller Verein im Vorhinein ein und hat für solche Fälle eigene Kapazitäten und erfahrene Ansprechpartner. Wenn ein Verein das nicht leisten kann, sollte er auch von solchen Rettungsaktionen die Finger lassen.

Und ….wenn Sie weiter für den Verein tätig sein wollen, sollten Sie sich auf faktisch nachprüfbare Versionen reduzieren und nicht schon das Kind in einen Brunnen fallen lassen, bevor überhaupt einer gebaut ist. Mit Ihrer Ausführung jedenfalls unterstreichen Sie nicht die Seriösität des Vereins, der es durch fehlende Verantwortung erst zu einer Sicherstellung hat kommen lassen!

Natürlich gehen wir davon aus, dass Sie es nur gut gemeint haben und irgendwie für Gamin eine vernünftige Lösung schaffen wollten. Wir hoffen, dass Sie sich durch unsere Zeilen nicht angegriffen fühlen, sondern das unsere Zeilen Sie zum Nachdenken anregen. Dass wir so sensibel und gereizt auf solche Fälle reagieren, liegt an der Tatsache, dass wir diejenigen sind, die ständig da anfangen, wo andere mit ihrem Tierschutz aufhören und deshalb für eine Vielzahl von sogenannten "auffällig gewordenen" Hunden zu einer Einrichtung geworden sind, die sich verantwortungsvoll und würdevoll bis zum natürlichen Tod um diese Tiere kümmert. Um so mehr, erschüttert es uns, wenn wir aufgrund mangelnder Kapazität in einem solchen Fall, einem so jungen Hund nicht helfen können.

Tierliebe Grüße

Martina Retthofer/Corinna Markau
Tierhof Straelen

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—–Ursprüngliche Mitteilung—–
Von:
An: retthofer3 <retthofer3@aol.com>
Verschickt: Di, 18 Okt 2011 4:35 pm
Betreff: RE: gamin

das einzigste was ich für gamin wollte war hilfe und mehr nicht.
vorwürfemails helfen gamin in seiner situation auch nicht weiter.
man kann die schuld bei allen und bei jedem suchen,aber ich finde das tut in diesem notfall nicht zur sache.
ich bedanke mich trotzdem bei ihnen,wünsche ihnen und auch ihrem team alles gute
.


 

 

Tierschutz oder Tierschmutz?

Von admin am 13. September 2011
Ein weiteres Statement von Kerstin Haan (http://www.indog.de ) zu:

 

http://tierhof-straelen.de/wp/?p=4942

Hallo meine lieben Mitstreiter,

ich muss mir mal wieder Luft machen. Was sich derzeit unter dem deckmantel Tierschutz abspielt und wieviele schwarze Schafe sich rumtreiben, geht über mein Fassungsvermögen.

Bevor ich aber hier blindlings losschlage, möchte ich all denen Danken, die sich beherzt für den Tierschutz einsetzen, die eine vernünftige Arbeit leisten und die vor allem die "vor Ort hilfe" propagieren. Diejenigen die unermütlich sind, Tierärzte zu überzeugen und "herankarren" um Kastrationsprogramme in umliegenden und vorallem osteuropäischen Ländern durchzuführen, die unermütlich sind, private Tierheime in diesen Ländern zu unterstützen OHNE blindlings Ladungsweise Hunde einzuführen. Diejenigen, die sich mit den Tötungsstationen rumschlagen um fürchterliche Tötungen zu verhindern, die unentliche Kilometer mit dem Pkw durch ganz Europa düsen um Missstände vor Ort zu beseitigen und die Politik und auch die Menschen vor Ort versuchen zu überzeugen. DENEN und auch NUR denen Danke ich von Herzen. Ihr macht eine tolle Arbeit und ohne euch… wo wären die unzähligen Hunde und Katzen jetzt? Großartig, ich ziehe meinen Hut!

Ich verurteile niemanden, und ich möchte hier klarstellen, dass ich nach knapp 20 Jahren Tierschutz niemand bin, der keine Ahnung hat. Ich möchte auch, bevor ich meine Kritik äußer erklären, wie ich mir vernünftigen Tierschutz u.a. vorstelle.

Ein GUTER Tierschützer, versucht vorallem vor Ort (wo auch immer) etwas zu erreichen. Natürlich geht dies nicht ohne finanzielle Mittel und natürlich müssen dafür Hunde oder Katzen gegen Schutzgebühr vermittelt werden um "vor Ort" Probleme zu lösen. Also kommt Hund x idealer weise nach Deutschland in eine gute Pflegestelle, eine Pflegestelle die dem Verein bekannt und vertraut ist, eine Pflegestelle die Sachkundig ist und die auf den Pflegling gut acht gibt. Natürlich ist der Verein oder die Orga immer Ansprechpartner und übernimmt selbst redend die Kosten für tierärztliche Versorgung und ggf. sogar die Futterkosten. Natürlich sind die meisten engagierten Pflegestellen keine Pfennigfuchser und kümmern sich meist selbst um das Futter und das ist deren Beitrag… ist ja auch sehr löblich und von Nöten. Diese Pflegestellen wissen um die Ängstlichkeit vieler Hunde und achten darauf das diese nicht ausbüchsen können. Ausnahmen bzw. unglückliche Umstände gibt es immer, wir sind alle nur Menschen jedoch sollte sich dies doch eher in Grenzen halten und es sollten Einzelfälle bleiben.

Ist Hund oder Katze x nun auf der Pflegestelle angekommen, kümmert sich NATÜRLICH der Verein oder die Orga um die Vermittlung (zuschlag des Pflegestellenfiebers mal ausgeschlossen). Nun würde es darum gehen, den Pflegling in ein für Ihn/Sie optimales zuhause zu vermitteln. Dazu gehören Selbstredend Vorkontrollen und Gespräche mit den Adoptaten. Diese Vorkontrollen sollten natürlich möglichst vom Verein selbst vorgenommen werden und die neuen Adoptaten sollten sich im erreichbaren Umkreis befinden um bei Rückfragen und Problemen erreichbar und verfügbar zu sein.
Die eingenommene "Schutzgebühr" die nicht in Wucher ausarten sollte, wird natürlich der Orga vor Ort zur Verfügung gestellt und nicht "eingesackt" damit die vor Ort problematik langfristig gelöst werden kann.
Evtl. Rückläufer die sich durchaus mal ergeben können, aus immer welchen Gründen werden von der Orga oder dem Verein natürlich zurück genommen und der Problematik wird auf den Grund gegangen und der Adoptat wird nicht direkt auf die SL gesetzt sondern es wird gewissenhaft geschaut, ob´s vielleicht einfach nicht gepasst hat.

SOVIEL zu tollem Tierschutz und zu tollem Auslandstierschutz. Wer SO arbeitet und ggf. sogar noch eine Nachkontrolle durchführt… RESPEKT Leute.

Jetzt kommts aber: Ich kotze wirklich ab wenn ich im internet und über den Verteiler diverse E-mails bekomme. Ich nenne hier bewußt keine Beispiele und keine Orgas oder Vereine oder auch Personen. Diejenigen die sich angesprochen fühlen, werden mich schon mit entsprechenden schimpftiraden beehren.

Die Nachrichten über entlaufende Hunde bei übergaben auf RASTSTÄTTEN (Hallo???) nimmt zu. Die Meldungen über xy muss dringend die Pflegestelle wechseln weil… oder Pflegestelle hat abgesagt, wohin mit ihm…. oder…oder oder…nehmen so dermaßen zu…. unglaublich.

Das internet in den Kleinanzeigen ist voll von Anzeigen die unter dem Deckmantel Tierschutz Hunde und auch Katzen für horende Summen einsetzen… zum Teil bis 400 Euro als "Schutzgebühr".

Dazu kommen immer mehr Anfragen für VK´s und NK´s über den Verteiler von Leuten die eigentlich "um die Ecke" wohnen….

Leute ich verstehs nicht… ihr lieben Schreibtischtäter mit den $zeichen in den Augen. Denkt doch bitte auch einmal an die Tiere und geht wieder normal arbeiten und lasst den TS einfach sein. Tierschutz ist kein Hundehandel und Tierschutz ist auch nicht einfach nach györ oder sonstwo hinzufahren und die Tiere LKW weise aus dem Land zu karren, den Vet.med vor Ort 50 Euro pro Hund in die Hand zu drücken damit die Impfungen vordatiert werden, die Chips am besten noch mitzubringen und 10 min. vor Abfahrt zu implantieren. Dann hier in Deutschland verzweifelt Pflegestellen über den Verteiler zu suchen und die Hunde als "NOTFÄLLE" einzustellen, um sie auf die Stellen verfrachten zu lassen (denn dafür wird dann ja eine Fahrkette gesucht) die garnicht bekannt sind oder wahlweise völlig ungeeignet oder unerfahren, die Tiere teilweise mit Wesensbeschreibung ins Internet oder den Verteiler zu setzen ohne diesen Hund jemals persönlich gesehen zu haben, eine fremde Orga zu bitten eine Vorkontrolle durchzuführen, oder gar einen Vertrag zu unterzeichnen in dem steht "VK telefonisch"(echt vorgekommen!!!!) die Hunde über Fahrketten dann an einen bestimmungsort zu bringen aber vom Adoptaten dann die volle Kohle kassieren und meinen DAS ist Tierschutz.

Mir platzt echt der Hut was sich hier im Verteiler oder im Internet so alles unter dem Deckmantel Tierschutz tummelt und außer vor dem Rechner zu sitzen und die Kohle zu kassieren passiert garnichts. Weder die Betreuung der Adoptaten noch die ordentliche Auswahl der Pflegestellen…. VK werden von andern gemacht und das wars dann… die Kohle is im Sack. Sorry aber da könnt ich KOTZEN!

DIE die drunter leiden sind IMMER die Tiere und der RUF des Tierschutzes. Alle Orgas und Vereine sind auf Spenden angewiesen… aber welcher Mensch spendet denn wenn der Tierschutz immer mehr zum profiden Hundehandel ausartet und DANN auch noch ausschließlich (sorry) "Billighunde" aus dem Ausland eingekarrt werden und für 300-400 euro VERKAUFT werden… wo is denn da der Tierschutz? da können doch auch alle wieder friedlich auf den Ramschmarkt an den Grenzen gehen und für billig die Tiere aus dem Kofferaum kaufen und hier Teuer vermitteln… in meinen Augen das gleiche.

Ich wünsche mir, das es wieder viel mehr Leute gibt, die den Tierschutz und den Auslandstierschutz und auch die Vermittlung ernst nehmen und NACHDENKEN bevor sie handeln.

Ich frag mich manchmal wie sich manche Menschen noch im Spiegel ansehen können…. nicht wahr? AUF DASS DIE KOHLE STIMMT… MAXIMALE EINNAHMEN gegen MINIMALEN AUFWAND…. PFUI!!!!!

Bitter traurige Grüße

Kerstin Haan
Hundetrainerin und 20 Jahre im Tierschutz aktiv und als Pflegestelle für vernünftig arbeitende Organisationen tätig!

 

Tierheim Münster – Wer kennt diesen Fundhund? – Fall krasser Tierquälerei

Von admin am 4. September 2011

02.09.2011 Krasser Fall von Tierquälerei: Wer kennt diesen Hund?

Als Tierschützer haben wir schon eine Menge gesehen – aber dieser Fall schockt wohl jeden:

HundMaulkorbGanzAm Vormittag des 02.09.2011 wurde durch Mitarbeiter der Stadt Münster ein Rüde der Rasse "Holländischer Schäferhund" (Herder) als Fundtier ins Tierheim gebracht. Das Tier war abgemagert und trug noch Reste einer Metallkette um den Hals. Schlimmer aber war sein Maulkorb, der tief ins Fleisch eingewachsen war und durch den fortgeschrittenen Entzündungsprozess einen infernalischen Gestank verbreitete. Weiterhin hatte der Hund eine Verletzung am Hals und eine weitere am linken Vorderbein.

Die Fotos zeigen den Hund direkt nach seine Ankunft im Tierheim.

Noch am selben Vormittag wurde das bedauernswerte Tier in einem operativen Eingriff von dem Maulkorb befreit und die Wunden versorgt.

Weiterlesen

 

Sachdienliche Hinweise bitte entweder telefonisch an das Tierheim (Tel. 0251 – 32 62 80, täglich zwischen 12 und 17 Uhr) oder per Mail.

 

Auslands-Tierschutz oder -Tierschmutz?

Von admin am 21. August 2011

 

Auslands-Tierschutz oder -Tierschmutz?  

 

Die kritischen Stimmen, nicht nur in der Bevölkerung, sondern auch unter den Tierschützern, werden immer mehr und lauter. Tierschutzvereine, die meinen, ausländische Hunde retten zu müssen, schießen wie Pilze aus dem Boden und leider bleiben ausgerechnet viele Tiere genau durch solche Rettungsaktionen schlicht auf der Strecke.

In vielen Fällen wird von so genannten Tierschützern alles, was bei Drei nicht auf den Bäumen ist, auf Biegen und Brechen "gerettet". Dadurch werden Angsthunde (bzw. eher Panikhunde!) auf Transporte nach Deutschland gesetzt, die u. U. beim Umladen oder kurz nach ihrer Ankunft in Pflege- oder Endstelle entlaufen, dann panisch umherirren, so dass wochenlange Einfangaktionen gestartet werden müssen, wenn sie nicht schon dem Straßenverkehr oder sonstigen Gefahrenquellen zum Opfer gefallen sind. Hunde werden mit Beschreibungen vermittelt, die weder Hand noch Fuß haben, und wenn der neue Besitzer mit dem Hund daraufhin nicht klar kommt, halten manche Vereine es noch nicht einmal für nötig, das Tier wieder zu sich zu nehmen, drohen aber gleichzeitig in ihren Abgabeverträgen damit, dass bei Abgabe des Tiere an einen Dritten eine Vertragsstrafe (variiert zwischen 500,- und 1.000,- €!) fällig wird. Ganz spannend wird es, wenn die Hunde beißauffällig geworden sind; da bekommt man das Gefühl, dass diese Tierschützer das Wort Verantwortung gar nicht mehr kennen. Die somit nicht familientauglichen Tiere werden u.U. ins Ursprungsland zurück geschickt oder man rät dazu, das Tier in den Himmel zu schicken bzw. wird die Euthanasie still und leise veranlasst. Mit ganz viel Glück wird der Problemhund an eine andere Organisation gegeben, wo er evtl. auf sachkundige Tierfreunde hoffen kann.

Ganz zu schweigen von den erbärmlichen Transporten, wo Tiere unter unwürdigen Zuständen nach Deutschland gekarrt, tierseuchenrechtliche Verstöße als Kavaliersdelikt hingenommen werden und Tiere sogar während des Transportes qualvoll sterben. Hinzu kommt, dass krank eingeführte Tiere auch noch unsere eigenen hier lebenden Tiere gefährden.

Wir möchten nicht den Eindruck erwecken, dass uns das Leid der Auslandstiere nicht berührt, aber wir müssen ganz klar zum Ausdruck bringen, dass die massenhafte Verbringung der Tiere nach Deutschland keine Lösung ist, sondern lediglich eine Problemverschiebung! Die Arbeit vor Ort sollte für die Auslandstierschützer oberste Priorität haben.

Im Übrigen ist es inzwischen so weit gekommen. dass sich kaum noch jemand berufen fühlt, für unsere armen Seelen in Deutschland etwas zu tun. Ist das Tier alt, krank oder problembehaftet, fühlt sich kaum jemand dafür verantwortlich, währenddessen Auslandstransporte mit gut vermittelbaren Hunden nonstop laufen. Wenn dann noch eine blutige, herzzerreißende Geschichte im Gepäck ist, kommen diese Tiere ruck zuck unter. Obwohl auch hier noch anzumerken ist, dass ausgerechnet diese geretteten Tiere, wie in der Vergangenheit bekannt geworden ist, zum Teil auch bei "Gnadenhöfen" wie Barbara B., Gesa K. oder Annette G. landen. Also, vom Regen in die Traufe!

Und bitte nicht wieder den abgedroschenen Spruch:

Die Auslandshunde finanzieren schließlich z. B. den alten Deutschen Schäferhund "Hasso", der keine Vermittlungschance hat. Die Aufnahme des alten Hasso wird von vielen Tierheimen von Hause aus gern abgelehnt. Keine Kapazitäten oder stellt man diese lieber für "gewinnbringende" Vierbeiner zur Verfügung?!

Oder die Bemerkung, dass kein Auslandshund einem Inlandshund den Platz wegnehmen würde. Weiter unten nur unser eigenes Beispiel, andere Inlandstierschützer können von denselben Erfahrungen berichten. Vormals im Ausland „gerettete“ Hunde geraten in Deutschland erneut in Not, manche wie oben beschrieben sofort nach ihrer Ankunft, viele aber auch Jahre später. Ein importiertes Problem für den deutschen Tierschutz.

Zu der ganzen Misere fällt uns nur ein:

Wer schützt die Tiere vor den Tierschützern!

Ausdrücklich betonen möchten wir, dass wir natürlich nicht alle Tierheime/Tierschutzvereine über einen Kamm scheren möchten, es aber an der Zeit ist, auf Missstände im Tierschutz hinzuweisen, da diese vermehrt auftreten.

Nur mal so am Rande:

Wir nehmen keine Auslandshunde bei uns auf, da wir genug Elend vor der eigenen Haustür haben. Dennoch leben bei uns aktuell
aufgrund von schlechter Haltung in Deutschland:

Lilly aus der Türkei, überstellt an uns wegen Beschlagnahmung in einem benachbartem TH (wurde dort über ein Jahr vernachlässigt und kam tragend! zu uns).
Donna aus Spanien, überstellt an uns wegen Beschlagnahmung in einem benachbartem TH (wurde dort über ein Jahr vernachlässigt und sollte wg. Aggressivität eingeschläfert werden)
Sunshine spanischer Nachwuchs aus nicht kastrierten Vermittlungshunden von so genannten Auslandstierschützern (vermutlich Inzucht), überstellt an uns aus Messiehaushalt
Reagae spanischer Nachwuchs aus nicht kastrierten Vermittlungshunden von so genannten Auslandstierschützern (vermutlich Inzucht), überstellt an uns aus Messiehaushalt
(Zu Reagae und Sunshine übernahmen wir auch noch 11 Welpen, wobei ein Welpe beim Tierarzt sofort erlöst werden musste und ein Welpe Behinderungen aufwies!)
Danny aus Spanien, Abgabe wg. erfolgreich ausgelebten Jagdtriebes (Anordnung Ordnungsamt)
Scharik aus Osteuropa, beschlagnahmt aus Messiehaushalt
Aaron aus Frankreich, überstellt von Tierschützern
Billy aus Spanien, überstellt an uns aus Messiehaushalt (unter Mitwirkung des Ordnungs-/Gesundheitsamtes)
Bohne aus Spanien, überstellt an uns aus Messiehaushalt (unter Mitwirkung des Ordnungs-/Gesundheitsamtes)

aufgrund von Insolvenz eines Tierheimes (Mitglied des DTB!)

Ernie aus Spanien ("Überbleibsel", den aus uns unerklärlichen Gründen niemand aufnehmen wollte/konnte)

Noch Fragen bezüglich unserer Einstellung zum besagten Auslandstierschutz?

Tierliebe Grüße
Das Team des Tierhofes Straelen
 

Anlass zu unserem Statement waren übrigens drei Rundschreiben im Tierschutzverteiler, die wir mit freundlicher Genehmigung nachstehend veröffentlichen: Text von Maria Bader

 

 

 

 

Wenn man wirklich echten Tierschutz macht, so mit Herz und Verstand, dann kann man manchmal nicht mehr glauben was da alles passiert unter dem Namen Tierschutz und man muss sich bald schämen zu sagen, dass man Tierschutz macht.

Und wie wird da häufig argumentiert, wenn Dinge und Personen beim Namen benannt werden um wirklich die Tiere zu schützen die in den letzten Jahren zur Massenware aus dem Tierschutz verkommen sind?
nur mal so ein paar harmlose Sätze aus diversen Emails…

"Du solltest Dich lieber darum kümmern, dass Tiere gerettet werden"
"Es ist schon traurig, was da Tierschützer sich untereinander liefern"
"Es ist schon seltsam, welche Personenkreise auf den Zug namens "Diffamierung" aufspringen"
"Hier geht es um Profilierungssucht. Anders kann ich mir dieses Verhalten einfach nicht mehr erklären."
"und ich hoffe das einige mal welche diese Verantwortung der Verbreitung haben vorher LESEN und nachdenken"

aber damit nicht genug, es gibt auch nette Anrufe in denen so mehrfach Sätze mit folgendem Sinngehalt auftauchen…

"ich hoffe, Du passt gut auf Dich auf"
"hast Du eigentlich niemals Angst wegen Deiner Gesundheit"
"es gibt ja auch Giftköder immer mal wieder – auch bei Dir im Raum"
"ich würde an Deiner Stelle nicht ungeschützt durch die Gegend laufen"

Sätze, die so oder so gemeint sein können ….

Und, wenn ich mir dann diese Bilder anschaue

http://doggennetz.de/index.php?option=com_content&view=article&id=418:aua263-tierschuetzer-hundetransport-auf-offenem-lkw-5-hunde-in-1-kaefig&catid=35:aua&Itemid=53

und wenn ich dann die Reaktion sehe, welche so nackte Tatsachen wie zwei tote Hunde an Autobahnen auslösen

und feststelle, dass sich schier außer den Involvierten nur 2 Personen aus der Tierschutzszene für diese beiden toten Hunde interessierte nämlich……
1. wer wohl entweder der Besitzer war oder aber
2. welcher Verein diese Hunde her holte
- weil, es kann nur eine dieser beiden Möglichkeiten sein -
und die Erfahrung uns lehrte, dass die Besitzer von tot gefundenen Hunden recht schnell gefunden sind, so bleibt nur die zweite Möglichkeit offen, und ist das dann wirklich Tierschutz?

Fallen diese beiden Hunde dann auch unter den Begriff "ein bisschen Verlust gibt's immer" und "Du solltest Dich darum kümmern, dass mehr Tiere gerettet werden können"? Ironie an: Gerettet werden mit guter Vermittlung auf z.B. Autobahn A44 und z.B. Autobahn A2?

Da kann ich nur sagen, ja, ich werde mich weiter darum bemühen, dass mehr Tiere tatsächlich gerettet werden und diese Rettung nicht nur zahlenmäßig erfolgte und es keine Xte Vermittlung mehr zur Autobahn gibt.

Fazit: Ich werde weiterhin die Dinge/Leute/Gegebenheiten beim Namen benennen und auch weiter verteilen, egal ob sie eine Frau X oder Y oder Z zuschickte und ja, ich habe mich vorher erkundigt ob der angegebene Sachverhalt so richtig ist und es Beweise für den dargelegten Sachverhalt gibt. Und ja, gäbe es da nicht Leute, die jede Schandtat auch noch Deckeln möchten so wäre der Tierschutz mittlerweile nicht so verkommen wie er sich im Augenblick präsentiert und nicht diejenigen, welche die Dinge beim Namen benennen sind die Übeltäter sondern die,
die solche skandalösen Transporte, Vermittlungen, Platzierungen etc. durchführen und damit ihr vorhandenes Einkommen aufbessern oder diese fragwürdigen Aktivitäten deckeln.
Im Übrigen ist das Deckeln dieser skandalösen Tierschmutzaktivität ein gleiches Deckeln wie die Ehefrau, die Jahre später beim Gerichtsprozess sinngemäß angibt, "ja, es ist ihr schon mal aufgefallen, dass ihr Mann etwas seltsam mit der Tochter war….!!!!"

Denkt mal drüber nach und denkt mal drüber nach, was Ihr mit dem Deckeln der skandalösen Tierschmutztätigkeiten tatsächlich auslöst und schon ausgelöst habt…. Nicht umsonst gibt es ja die Überlegung, dass z.B. die durch den Tierschutz eingeführten Hunde als Hundehandel anzusehen sind. Würden die fragwürdigen Machenschaften gestoppt müsste es vom Gesetzesgeber z.B. nicht diese Überlegungen und Auflagen geben.

Maria Bader

www.find-mich-fix.de
www.hundelebendfalle.de
www.m-arki.de

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Der Vollständigkeit halber möchten wir hier die Antwort auf unsere Bitte um Genehmigung zur Veröffentlichung auf unserer Homepage einfügen, die noch einmal verdeutlicht, dass es um Qualität und Sinnhaftigkeit im Tierschutz geht:

Hallo Sie Beide,

Sie dürfen die Mail auf Ihrer HP veröffentlichen, jedoch möchte ich noch einmal ausdrücklich betonten, dass ich nicht prinzipiell gegen Auslandstierschutz bin oder dagegen, dass Tiere aus dem Ausland hier ein neues Zuhause finden. Vielen anderen geht es so wie mir eigentlich darum, dass bei diesen Transporten, oder kurz danach usw. weniger Tiere entlaufen können, dass auch und insbesondere die Tiere im Tierschutz vernünftig transportiert werden und dort mehr Verantwortung übernommen wird.
Im Grunde genommen sollte der Tierschutz dort eine Vorreiterrolle übernehmen und nicht noch skandalösere Transporte durchführen wie bei dem sogenannten Schlachtvieh.

Es wäre nett, da Sie ja auch meist einen Kommentar dazu schreiben, wenn Sie mir dann den Link schicken würden.

Ihnen ein schönes Wochenende
und viele Grüße

Maria Bader

www.find-mich-fix.de
www.hundelebendfalle.de
www.m-arki.de
 

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Text von Uschis Oase

Wo soll das noch hinführen?

Der betreuende Tierschutz in Deutschland hängt am Tropf und ständig kommen Meldungen, dass eine Einrichtung jämmerlich verendet ist. Dies war jüngst in Schleiz der Fall, dort werden jetzt die Lebenserhaltenden Maßnahmen eingestellt. Fazit: Etliche Hunde, Katzen und Kleintiere müssen irgendwo untergebracht werden. Doch wo soll dies auf Dauer hinführen?

Auch wenn es so einigen nicht gefällt, doch auch dies muss einmal in aller Deutlichkeit gesagt werden. Es kann nicht angehen, dass eine Flut von Hunden aus dem Ausland bei uns Unterschlupf findet, gleichzeitig aber die Gelder die für diese Tiere gebraucht werden ins Ausland gehen. Es kann nicht sein, dass wir ständig mit Spendenaufrufen, für ausländische Einrichtungen überhäuft werden, wenn wir uns schon um die Tiere von dort kümmern. Es kann nicht sein, dass jeder der dies offen ausspricht als Rassist dargestellt wird. Wir sind hier bei uns z. B. multikulturell und dennoch verwahren wir uns davor, dass auch noch die letzten Gelder die dem betreuenden Tierschutz außerhalb der großen Vereine, verblieben sind mit solchen Aufrufen ins Ausland transferiert werden. Ständig kommen Anfragen, ob nicht der ein oder andere Hund aufgenommen werden könne, ein Hund aus Deutschland, doch alle Einrichtungen sind voll. Genauer, alle verbliebenen Einrichtungen sind voll oder steht vor dem finanziellen aus. Seit einiger Zeit veröffentliche wir Videos unseres Tierheims der anderen Art, doch auf das Video der Fütterung, dessen Link auch über die Verteiler ging und dessen Inhalt auch unsere fast maroden zustände zeigt, stellvertretend für viele andere Einrichtungen, da für Renovierung das Geld fehlt, das Großteils dahin ging, wo die Hunde bei uns herkommen, schein niemanden zu interessieren. Nicht einmal die „Kritiker“ unserer Arbeit scheinen ihre Aufmerksamkeit darauf gelenkt zu haben.

Ebenso unberührt wird mittlerweile damit umgegangen, dass an einschlägigen Autobahnknotenpunkten immer mehr tote Hunde aufgefunden werden. Es scheint nicht einmal nach einem Chip geschaut zu werden um den Ursprung dieser armen Kreaturen bekannt zu machen. Dies bringt mich dann wieder zum Thema Gelder ins Ausland. Gehen diese Gelder dann auch dorthin wofür geworben wurde oder wird zumindest ein nicht unerheblicher Teil von Verwaltung und sonstigem Drumherum verschlungen. Z. B. Reisekosten um Spenden und Gelder zu übergeben?

Früher sprach man einmal von schwarzen Schafen im Tierschutz, doch was wenn fast die ganze Herde schwarz ist? Heute muss man wohl eher das weiße Schaf als Ausnahmen bezeichnen. Dumm nur, dass so viele Gutgläubige Tierfreunde diesen schwarzen Schafen folgen, ohne zu sehen was dort für ein Schindluder getrieben wird.

Nein werte „Kritiker“, dies ist nicht ein versteckter Spendenaufruf, sondern nur der Versuch die erste Kruste eines eitrigen Geschwürs anzukratzen, um den Dreck ein wenig abfließen zu lassen. Wie oft haben wir das schon versucht, doch es wird täglich schlimmer.

Aus Geiz und Angst um den Gewinn am Hundetransfer, werden immer mehr hunde die als Rückläufer dem Verein auf der Tasche liegen könnten, auf sogenannte „Notpflegestellen“ verfrachtet und wenn nicht schnell genug sich ein neues Zuhause finden lässt, auf die Nächste und Nächste und Nächste, bis die Tiere so psychisch am Ende sind, das selbst eine Einschläferung von Amtstierärzten befürwortet und abgesegnet wird. Manch anderer Verein droht erst damit den Hund wieder zurück in Land X zu bringen und wenn die Drohung nichts bringt, wird es dann tatsächlich durchgeführt. Alle anderen Hunde landen in deutschen Einrichtungen und bringen diese an den Rand ihrer Kapazitäten oder treiben sie sogar in den Ruin. Auf der Strecke bleiben unsere eigenen deutschen Notfälle. Bestes Beispiel, nicht einmal eine einzige Anfrage in drei Wochen für Welpen, die uns im Pappkarton aus dem Kofferraum einer Limousine übergeben wurden. Nein Hunde „vermittelt“ man heute auf Autobahnraststätten, Autohöfen oder Parkplätzen. Das ist immer ein zentraler Platz, wenn ein Transport quer durch Europa nach Deutschland kommt.

Ja diese „Tierschützer“ wissen wie das Geschäft geht. Einmal ein Wochenende auf Tour und gut ist. Die Betreuung obliegt den anderen 7 Tage die Woche meist rund um die Uhr in Bereitschaft ohne Aussicht auf Urlaub oder auszeit wegen Krankheit.

Wir befürworten die steuerlichen Sanktionen, bei „Sch(m)utzgebühren“ eingeführter Tiere, die europäischen Auflagen für Transporte und sogar die als schikanös bezeichneten Zollkontrollen auf Flughäfen. Nur so lässt sich vielleicht noch die Spreu vom Weizen trennen.

Wie lange soll der Direktvertrieb aus dem Ausland noch weitergehen und dabei regelmäßig Hunden das Leben kosten, wenn sie bei Übergabe an der Autobahn, „abgängig“ werden? Wie lange noch werden total scheue Hunde gesucht, die als total menschenbezogen ihrer „neuen Familie“ übergeben wurden? Wie lange müssen wir uns anhören, „das kann doch mal vorkommen“ und zusehen, dass dies zur Regel wird? Wie lange werden Hunde aus dem Katalog ausgesucht und nach Bezahlung zur Raststätte „des Vertrauens“ gebracht? Haben wir hier nicht die gleichen Machenschaften und Zustände, wie beim Menschenhandel, wenn sich jemand eine Braut aus Thailand bestellt? Was wenn es dann doch nicht der Hund ist den man sich vorgestellt hat? Da kommen dann die Meldungen, die Leute wollen ihn sofort wieder weg haben, obwohl wir sie über alle Eigenheiten des Hundes aufgeklärt hatten. Oh ja dies Aufklärungen, wie wir diese lieben, bisher hat noch kaum eine Beschreibung außerhalb des Aussehens auf den Hund gepasst, den wir von Tierschutzorganisationen aufgenommen haben. Doch bei den Hunden auf der Endstelle soll alles bestens erläutert gewesen sein? Sehr unwahrscheinlich. Doch was nun mit diesen Hunden, nachdem sie wieder in der „Obhut“ des Menschen sind? Die „Endstelle“ möchte oft diesen doch nicht optimal passenden Hund zurückhaben, dies stößt dann bei der vermittelnden Orga auf Unverständnis und als Notfall taucht dieser Hund, von der Endstelle so jäh verstoßen, in allen Verteilern und auf allen Webseiten als der total missverstandene Notfall wieder auf, bekommt meist einen neuen Platz, sei es Pflegeplatz, sei es Endstelle und oft genug geht das gleiche Spiel von vorne los. So und ähnlich werden dann alle guten und seriösen Stellen im Land zugeschossen und es bleibt kein Platz für eigene Notfälle. Finden dann die ach so tollen Tierschützer keine Unterkunft mehr, kommt der Spendenaufruf für die ausländische Pension oder die ausländische, arbeitslose Pflegestelle oder die ausländische Auffangstation, die ja alle so tolle Arbeit leisten. Unsere deutschen Stellen interessieren scheinbar niemanden, so gibt eine nach der anderen aus Frust, finanzieller Not oder aus körperlicher Überlastung auf.
Das kann und darf es nicht sein!!!
Überlegt genau, wem ihr vertraut, hinterfragt alles und jeden, egal wie lange ihr ihn oder sie kennt, denn wie sagt man so schön? Gelegenheit macht Diebe.

Wer wird wohl der oder die Nächste sein, bei dem durch den Verteiler geht, xx Hunde und xxx Katzen brauchen dringend eine Unterkunft, aus gesundheitlichen oder aus finanziellen Gründen macht diese oder jene Stelle zu? Wer kann das jetzt schon sagen, so etwas kommt immer ganz plötzlich, weil immer bis zum letzten Moment versucht wird die Einrichtung zu erhalten und den Tieren ein Heim zu geben. Kurz vor Schluss kommen dann noch von den Orgas die dort evtl. Hunde untergebracht haben, Sprüche wie, es geht doch um die Tiere. Daran können wir kaum noch glauben, denn das Interesse an untergebrachten Tieren beschränkt sich nach einiger Zeit nur noch darauf, ob denn vielleicht doch ein Interessent sich gemeldet hat, das einzelne Tier ist nicht mehr interessant.

Denkt mal darüber nach, denn wer ist der Nächste, wir, ihr oder ein anderer?

Mit besten Wünschen best regards
Uschis Oase
Tierschutzinitiative Vorpommern e. V.

 

Weiterer Text von Uschis Oase

Über jeden Zweifel erhaben?

Oh wie schrecklich! Ach der arme Hund! Ich war ganz gerührt und hab es gleich weitergeschickt! He, da müssen wir helfen!

Genau diese Reaktionen haben immer mehr „Tierschützer“ oder solche die sich so nennen, als einträgliche Quelle entdeckt.

Wurde noch vor einigen Jahren nur davon gesprochen, das die Fotos als mitleiderregendes Mittel dementsprechend aufgenommen werden, werden heute Fotos eher vernachlässigt und eine haarsträubende Geschichte wird mit dem Aufruf zur finanziellen Unterstützung losgeschickt. Schnell springen dann zartbesaitete Menschen darauf an und bringen eine wahre Tränenflut in die Foren und Verteiler. Keiner kommt auf die Idee, dass Tierschutz als Plattform für windige Geschäfte oder kleine zusätzliche Einnahmequelle genutzt werden könnte. Das wäre ja unmoralisch. Dann auf einmal kommt heraus, das eben diese Leute beispielsweise einen Qualtransport durchführten oder Tiere in mehr als unwürdigen Verhältnissen halten. Wie ist das Geschrei dann groß. Das kann nicht sein, die hab ich doch seit Jahren als seriöse Tierschützer gekannt. Frau x ist mir persönlich bekannt, das hätte ich nie gedacht. Herr Y hat doch immer alles für die Tiere getan, das kann nicht sein. Wenig später sollen eben diese Leute weggesperrt werden, wobei dies noch der harmloseste Wunsch der vorher so zartbesaiteten Menschen ist.

Ja und dann kommt doch so einer daher und fängt an hin und wieder merkwürdig erscheinende Aufrufe zu hinterfragen. Was machen diese Menschen dann? Ich will es euch sagen. Sie greifen ihn massiv an, denn es kann ja nicht sein, dass der Aufruf von X oder Y nicht der Wahrheit entspricht, dass dort versucht wird mit einer neuen Geschichte Geld aus den Taschen der gutgläubigen zu ziehen. Doch frage ich euch, wie oft musstet ihr feststellen, dass eure Hilfe in dunklen Kanälen verschwunden ist, wie oft wurden euch die Augen geöffnet, was hinter so mancher Tierschutzvereinigung, sei es eine private oder eine als Verein eingetragene Vereinigung?

Mundus vult decipi, ergo decipiatur.

Dies alles soll nicht bedeuten, dass jeder der Tierschutz betreibt dies für zwielichtige Geschäfte nutzt, doch um wenigstens teilweise Licht in das Dunkel zu bringen sollte jeder der einen Aufruf tätigt auch Rede und Antwort stehen und sich hinterfragen lassen. Es kann nicht sein, dass ein Auslandsprojekt wie beispielsweise Kastrationen oder das Einrichten von Futterstellen dazu dient zu sagen die Fälle die wir bei uns zuhause haben treiben uns in den finanziellen Abgrund. Solche Aussagen bringen einen dazu, zu denken, Moment mal da stimmt doch die Relation nicht. Kastrationsprogramm, Tiere einfangen, Tierarzt mach seinen Job, Tiere wieder freilassen. Wo ist dieses Programm? Wird da vielleicht der ein oder andere Tag bei Longdrinks am Strand verbracht und wir zahlen die Zeche? Ihr müsst zugeben, diese Gedanken kommen euch doch auch, wenn ihr von großen Spendenaktionen hört die bei Katastrophen ins Leben gerufen werden. Ja diese Gedanken kommen einem ja auch zu Recht, denn wie oft hören wir davon, dass die Hilfe nach Monaten des Eingangs immer noch nicht an die Bedürftigen verteilt wurde. Nun glaubt ihr tatsächlich daran, im Tierschutz sei es anders? Halte ich für reichlich naiv. Nur ist der Rahmen in dem er betrieben wird noch etwas kleiner, noch.

Zum Schluss noch einmal kurz zusammengefasst: Zu keiner Zeit habe ich behauptet, dass das ein oder andere Projekt nicht unterstützt werden soll, sondern nur Hinterfragt und meine Meinung zu so manchem Aufruf abgegeben.

Mit besten Wünschen best regards
Uschis Oase
Tierschutzinitiative Vorpommern e. V.

 

Weitere interessante Links zu diesem Thema:

http://progalgo.wordpress.com/2011/07/02/wir-machen-tierschutz-mit-hirn/

http://www.doggennetz.de/index.php?option=com_content&view=article&id=361:aua210-hundetierschutz-in-deutschland-ein-gaensehaut-text&catid=35:aua&Itemid=53

http://www.doggennetz.de/index.php?option=com_content&view=article&id=352:aua201-dilettantentango-iii-auslandstierschutz-und-pflegestellen-schach&catid=35:aua&Itemid=53
 

 

Text von Heike Thiel vom Verein Omihunde-Netzwerk

24.08.2011

Als Inlandstierschützer fehlen einem oft die Worte. Man kann keine herzzerreißenden Geschichten aus Tötungsstationen erzählen, man kann nicht glaubhaft schildern, wie das Hirn der armen ausgelutschten Zuchthunde von gewissenlosen Vermehrern an die Wände geklatscht wird, man hat keine halb verhungerten Straßenhunde zu zeigen, keine puscheligen Mischlingswelpen, die gerade im Pappkarton vor dem Refugio abgestellt wurden, keinen Dreck meterhoch, weder widerliche Transportbehältnisse noch Ekel erregende Dreckslöcher von Zwingern gibt es zu zeigen. Man kann nicht von einzelnen großartigen Menschen berichten, die sich dem Meer der Unmenschlichkeit entgegenstemmen, von Kastrationsaktionen unter freiem Himmel, Heldinnen, die komplett versifft mit 400 Hunden ihr Leben fristen – nein, man hat ganz profan den einzelnen Hund vor sich, der hier sein Heim verliert. Herrchen verstorben, Leute getrennt, ein neuer Job in anderer Stadt, aus der Wohnung geflogen, das Kind gebissen, 1001 kleine Gründe gibt es für die Abgabe, nichts wirklich medienwirksam Spektakuläres….
Ja, er wurde nie kastriert, wurde jahrelang keinem Tierarzt vorgestellt, ja, er hatte schon lange zu wenig Bewegung, ja, das Futter war Billigpampe aus dem Konsum, die Zuwendung wurde auch immer weniger, weil das Interesse nachließ, ja, er saß tagelang alleine zuhause, während seine Menschen ihrer Berufstätigkeit nachgingen, aber – er hungerte schließlich nicht, war nicht vom Totschlag bedroht, er hatte ein warmes Zuhause – das ist doch nun wirklich kein Notfall, wenn dieser Hund ein neues Zuhause sucht, oder? Erstmal muss man denen helfen, die ECHT in Not sind. Erstmal muss man denen helfen, die demnächst VERHUNGERN oder GETÖTET werden. Der deutsche Michel denkt sich: Wenn wir helfen, dann richtig, dann muss sich das auch lohnen, dann muss man da richtig was erzählen können. Die kleine Not vor Ort ist langweilig, sollen sie sie doch ins Tierheim geben, schließlich sind deutsche Tierheime wahre Luxus-Resorts im Verhältnis zum Balkan…..

Wisst ihr, was mich mittlerweile ernsthaft stört? Dass wir Inlandstierschützer uns permanent rechtfertigen, warum wir den Hunden hier vor Ort helfen. Dass wir Inlandstierschützer ständig als die Intoleranten und Engstirnigen hingestellt werden, nur weil wir die Augen vor Ort öffnen und hier die Probleme anfassen. Dass wir Inlandstierschützer die Hunde gemeldet bekommen mit den Worten: „Wenn Sie ihn nicht nehmen, dann weiß ich langsam nicht weiter. Ich telefoniere mir seit drei Tagen die Finger wund und keiner kann mir helfen. Die Tierheime sind alle voll, das Tierheim xy hat gerade eine Ladung aus der Tötung in wz bekommen, das Tierheim in b hat Hunde aus einer Beschlagnahmung des Transportes blablabla“ Oder „Wissen Sie, der ist so alt. Wenn Sie ihn nicht nehmen, dann müssen wir ihn wohl doch einschläfern lassen.“ Dass wir Inlandstierschützer uns erklären lassen müssen, wie man Hunde geimpft, gechipt und kastriert vermittelt von Leuten, die sie LKW-weise und selten älter als drei Jahre im Süden oder Osten für 50 Euro kastriert und mit Impf-Papieren versehen einkaufen und in Deutschland für 300 verkaufen, während wir beim TA unseres Vertrauens für einen Rüden mal locker 150 Zacken zur Kastration hinlegen, von den Hündinnen mal zu schweigen, zusätzlich die deutschen Preise für Entwurmung, Entflohung, Chippen, Zahnsanierung, Blutbilder, Medikamente und und und zahlen, bevor wir die erwachsenen Hunde für 150 bis 250 Euro vermitteln. Es stört mich, dass wir immer noch so tun, als sei die Tierschutzwelt doch in Ordnung hier in Deutschland, so dass wir uns getrost den Problemen der großen, weiten Welt zuwenden könnten. So wie wir ja bekannt dafür sind, die Welt bevorzugt am anderen Ende derselben zu verbessern, anstatt einfach mal vor der eigenen Haustür zu kehren, einzusehen, dass hier lange nicht alles glänzt oder gar Gold wäre. Nein – weit gefehlt – unzählige Hunde suchen täglich ein neues Zuhause, aus den verschiedensten Gründen, und – sie leiden. Sie werden nicht ausreichend oder lieblos versorgt, sie werden vernachlässigt, hin- und hergeschoben und im Stich gelassen. Die Bindung der Menschen an ihre Hunde ist erschreckend gering. Sie werden an Tierheimen angebunden, mit Steinen um den Hals schwimmen geschickt, leben ein unerträglich langweiliges Leben in kleinen Wohnungen, verrotten in Gartenlauben oder im Schweinestall. Und wir retten die Hunde am anderen Ende Europas, weil die ja vom Tode bedroht sind? Das nenne ich mal Feigheit vor dem schnöden Alltag.

Wobei ich natürlich jetzt nicht vergessen darf zu erwähnen, dass es selbstverständlich auch richtig gute Orgas gibt, die viel im Ausland vor Ort helfen und dort Gutes bewirken, die gezielt einzelne Notfelle nach Deutschland holen, sonst wäre der Text politisch inkorrekt, weil sich grundsätzlich immer die Falschen angesprochen fühlen.

Geplanter Welpenhandel bei Zoo Zajac – Welpen aus dubiosen privaten Quellen – Fragen über Fragen

Von admin am 28. Mai 2011

 

Das größte Zoogeschäft der Welt in Duisburg plant wie berichtet demnächst den Welpenverkauf in seinen Räumen, Tierschützer laufen Sturm, es wird vor Ort protestiert, Petitionen werden unterschrieben. Regelmäßig finden sich Berichte in der Tierschutzszene, wie viele kranke und apathische Tiere man in Zajacs Verkaufsräumen fände. Insgesamt steht Zoo Zajac wegen seines Handels aller Arten von Tieren ständig unter Beschuss. 

Derweil nutzt Norbert Zajac die Möglichkeit, sich als Tierfreund von Kleinauf im WDR-Nachtcafé darzustellen, der mit Tieren nur handelt, um am Verkauf von Ausstattung und Futter Geld zu verdienen. (Link zum Video) Beim Handel mit Tieren sei bei ihm noch nie Geld übrig geblieben, schließlich müsse man die Tiere ja auch gesund erhalten und ihnen etwas bieten, um sie verkaufen zu können. Seine Kunden würden vernünftig beraten und es würde geschaut, ob diese Kunden überhaupt geeignet seien für diese Tiere.

Dem ein oder anderen von uns dürfte bei diesen Ausführungen schon die Fußnägel hochgerollt haben, noch interessanter wurde es aber, als Martin Rütter, der zurzeit wohl bekannteste deutsche Hundetrainer, zum geplanten Welpenverkauf befragt wurde. Ihm (genau wie uns) stellten sich diverse Fragen: Zunächst einmal, woher die Welpen kämen. Kein auch nur halbwegs vernünftiger Züchter würde seine Hundewelpen in eine solche Verkaufsbude geben. Wie werden diese Hunde begleitet? Was ist, wenn die Welpen nicht ausreichend sozialisiert sind. Was passiert, wenn Hunde nach 16 Wochen immer noch da sitzen?

Die Schweißperlen auf Zajacs Stirn nahmen merklich zu, als er erläuterte, dass es beim Anfang mit dem Handel mit Katzen auch schon Proteste gegeben habe, heute krähe da kein Hahn mehr nach. Man habe so gut wie gar keine Rückläufer, wenn doch, habe der Kunde ein vierwöchiges Rückgaberecht. Nachgehakt, woher denn nun die Hunde kämen, gab er an, dass Kunden von ihm ja dann und wann auch private Würfe hätten, sich mit der Vermittlung an andere (Zitat) „böses Wort Endverbraucher“ überfordert sähen und ihm diese dann zum Verkauf überließen (Wer diese Ausführung glaubt, glaubt wahrscheinlich auch noch an den Weihnachtsmann und an den Osterhasen). Leider fiel der Moderator Wieland Backes Herrn Rütter wiederholt ins Wort, als dieser die Quellen und die Artgerechtigkeit des Hundehandels in den Verkaufsräumen explizit nachfragte, schließlich wechselte er abrupt das Thema.
 

Festzuhalten bleibt nach dieser Sendung: Die Öffentlichkeit wird nicht konkret informiert, woher die Welpen im Zoohandel Zajac stammen. Private Vermehrer (vom Wort Züchter möchten wir hier klar Abstand halten) unterliegen in der Regel keinerlei amtsärztlicher Kontrolle, bis sie tatsächlich das Vermehren offiziell und gewerblich durchführen. So genannte Ups-Würfe, und von dieser Art Würfe spricht Zajac ja hier, werden dementsprechend amtsärztlich in keiner Form überwacht. Der Käufer hat keine Chance, auch nur annähernd zu erfahren, welche Anlagen in seinem Hund vorhanden sind, Gesundheitszustand der Eltern, Erbkrankheiten, nichts….Ist diese Form des Ankaufs nicht geradezu eine Einladung an verantwortungslose Hundehalter, mal eben ein paar Würfe mit ihrer Hündin zu produzieren, um sich einige schnelle Euros nebenher zu verdienen, sozusagen als Leihmütter für Zajacs Welpenhandel?
 

Ein weiterer Werbefeldzug Zajacs fand am 23.05.2011 um 15.00 Uhr im Hause Zoo Zajac unter Beteiligung persönlich geladener vier Hundetrainer und dreier so genannter Tierschützer statt. Namen werden nicht öffentlich gehandelt. Ob die Herrschaften Angst haben, in einem Atemzug mit dem Tierhändler genannt zu werden? Nun, bei den Hundetrainern können wir ein wirtschaftliches Interesse vielleicht gar nicht ausschließen. Schließlich werden die Hunde, die hier verkauft werden, aller Wahrscheinlichkeit nach schon mit einigen Verhaltensstörungen aufgrund mangelnder Sozialisation und Traumata bei ihren neuen Haltern ankommen. Anders können wir uns eine Teilnahme an diesem Gespräch kaum erklären. Bei den so genannten Tierschützern jedoch fehlt uns jegliches Verständnis. Oder sollte es tatsächlich die Bankrotterklärung sein, dass wenn man den Handel schließlich eh nicht verhindern kann, dann wenigstens ein wenig davon profitieren möchte? Wer die Fragen am Ende des Textes aufmerksam liest, könnte fast einen Verdacht in dieser Richtung schöpfen.
 

Bei diesem Treffen wurde den Gästen erläutert:
Das Zoofachgeschäft Zajac erfülle sämtliche Auflagen der Stadt Duisburg und der Veterinärbehörde zu mehr als 100 %. Man erhalte die Welpen von privaten Vermehrern oder Züchtern, die nicht verkaufte Welpen ohne Papiere abgäben. Der Kontakt entstünde bereits bei Aufnahme der Hündin (aha, wie soll das gehen, sollen die Hundeproduzenten und Hinterhofvermehrer jetzt vorsorglich jeden geplanten Wurf bei Zajac anmelden, falls sie nicht alle Welpen verkauft bekommen und Zajac die Restbestände verkaufen soll?). Die Halter hätten dann den Nachweis zu führen, dass die Welpen ab der 2. Woche entwurmt und durchgeimpft würden (schick, so ist Zajac raus aus der Nummer). Zum Abgabetermin in der 9. Woche brächte der Halter dann Wurf und Hündin zu Zajac, dort würden sie in einem tierärztlichen Untersuchungsraum untersucht (man achte auf die Feinheiten, nicht tierärztlich untersucht, sondern in einem tierärztlichen Untersuchungsraum untersucht), einschließlich des Muttertieres. Sofern der Vater bekannt sei, würde dieser ebenfalls mit vorstellig (wir dürfen davon ausgehen, dass die Väter dieser Verpaarungen rechtzeitig unerkannt entkommen).

Wenn die begutachtende Tierärztin (aha, doch eine Tierärztin?) ihr OK gäbe, kämen die Welpen für eine Woche in die Quarantänestation, würden dort weiter geimpft und entwurmt und nach einer Woche untersucht. Ab der 10. Woche wechselten sie dann in den Verkaufsraum. ….In den ersten 4 Wochen bestehe eine „Gesundheitsgarantie“, während der kranke Welpen aus dem Hause Zajac kostenlos behandelt würden. Umtausch und Garantie von zwei Jahren gäbe es natürlich selbstverständlich wie gesetzlich vorgeschrieben auch.
 

Es würden Listen über den Ankauf geführt und keine Würfe einer Hündin abgenommen, deren Wurf gerade abgegeben wurde (???? Kann ja auch nicht, sie muss ja erstmal wieder aufnehmen und tragen). Die Welpen würden gechipt und die Besitzer dem Ordnungs- und Veterinäramt mitgeteilt. Zajac schloss bei diesem Gespräch eine lange Verweildauer der Welpen in seinem Laden quasi aus, er geht vielmehr davon aus, dass die Würfe nach jeweils 4-5 Tagen verkauft würden. Der Verkaufsraum sei nach neuesten tierschutzrechtlichen Bestimmungen und Verordnungen und darüber hinaus ausgelegt.
 

Hier stößt der Tierschützer massiv an seine Grenzen. Rechtlich ist das, was Herr Zajac plant, nach heutiger Gesetzeslage kaum angreifbar. Wir sind jedoch guter Dinge, dass die zuständigen Behörden (Ordnungsamt und Amtsveterinäre) alle ihnen zur Verfügung stehenden Mittel einsetzen werden, um den Welpenhandel bei Zoo Zajac so engmaschig wie nur möglich zu kontrollieren.
 

Moralisch ist der Handel in dieser Form immer noch nicht zu vertreten.
 

Der Ankauf aus privaten Quellen ist höchst dubios, überwacht doch hier niemand die Haltung. Sprich, die Welpen können liebevoll im Siedlungshäuschen mit Familienanschluss groß werden, sie können aber auch genauso gut aus einer Hoarding-Umgebung im Keller eines Hinterhof-Vermehrers stammen, der mit dem Hundeverkauf sein Leben finanzieren möchte. Die Welpen werden ihren Müttern weggenommen, um in einer sterilen Quarantänestation zu landen. Geflieste, hell erleuchtete Räume erwarten die Tiere hier, lauter fremde Menschen, die kommen und gehen und sich minutenweise mit dem einzelnen Welpen befassen.

Für manche mag das eine 100 %-ige Verbesserung ihrer Lebensumstände darstellen, andere werden einen Schock fürs Leben davontragen. Unterschiedliche Menschen versorgen die Tiere dann, bis sie im Verkaufsraum landen. Der Umzug in den Verkaufsraum bedeutet erneut höchsten Stress für die jungen Hunde. Die Hunde leben dann unter den Augen der neugierigen Kundschaft, im Winterhalbjahr weit länger grell beleuchtet, als der Tag hell ist, nur einen Meter trennen sie in ihrem „Wurfgehege“ von der gaffenden Menge.
 

Herr Zajac hat in diesem Gespräch weitere Gesprächsbereitschaft signalisiert, er wolle auch mit Tierheimen zusammen arbeiten und vermittelbare Tierheimhunde zu sich nehmen und ihnen damit eine Chance zur Vermittlung geben.
 

Uns stellen sich hier einige weitere Fragen:
 

Vermittelbare Tierheimhunde könnten die Tierheime ja an und für sich selbst vermitteln. Sollen die jetzt auf den schwer oder gar nicht vermittelbaren Tieren alleine sitzen bleiben und auf die Tierschutzgebühren aus dem vermittelbaren Tieren verzichten oder zahlt Zajac angemessene Ankaufspreise, so dass der Ausfall kompensiert wird?
 

Wo bleibt der Tierschutzgedanke, wenn Tierheime ihre überzähligen Hunde plötzlich über den gewerblichen Handel entsorgen? Im Tierschutz gehört eine Vorkontrolle neuer Halter und auch eine Nachkontrolle der Haltung zum guten Ton, wie soll das gewährleistet werden?
 

Immer wieder äußern Tierheime, die viele kleine, junge, leicht vermittelbare Auslandshunde importieren, dass diese durch die gute Vermittelbarkeit die schwer vermittelbaren deutschen Hunde (Langzeitinsassen) gegenfinanzieren würden. Will/soll Zoo Zajac jetzt diese Finanzspritze ersetzen oder gar der Import für ihn im Hintergrund ausgeweitet werden?
 

Herrn Zajac werden gute Kontakte zu anderen Großhändlern in Deutschland nachgesagt, die bereits jetzt Hunde offiziell aus dem Ausland importieren. Wird er auch denen in Zukunft „tierschützerisch“ unter die Arme greifen, wenn sie unter schlechtem Absatz leiden?
 

Öffnet sich Zajac so die Hintertür zum offiziellen Import von Auslandshunden unter dem Deckmantel des Tierschutzes? Uns dreht sich bei diesem Gedanken der Magen um und wir werden schwer an eine andere Konstruktion erinnert, die in unserem Gästebuch seit zwei Jahren für Furore sorgt. Ein so genannter Tierschutzverein Retriever in Not e.V. importiert massenhaft Hunde über das Tierheim in Bratislava, die vorher von Vermehrern dort abgeliefert werden.
 

Gerade, wenn man die Parallele zu diesem Verein zieht, erkennt man auch die nächste Möglichkeit für deutsche Hundeproduzenten, immer gerade rechtzeitig vor behördlichen Maßnahmen schnell noch ein paar Welpen über Zoo Zajac zu veräußern. Öffnet Zajac damit den Vermehrern den Zugang zu offiziellen Verkaufswegen elegant und risikoarm?
 

Interessant wird auch sein, dabei die Rolle des Tierschutzvereins Duisburg e.V. zu beleuchten, der derzeit vor dem Zoogeschäft Zajac Lose verkauft und den Welpenverkauf bei Zoo Zajac unterstützt (Achtung, dieser Verein ist nicht zu verwechseln mit dem Tierschutzzentrum Duisburg e.V.). Wer sich die Homepage dieses tierheimlosen Vereines betrachtet, dem fällt zunächst auf, dass die Seite zuletzt am 3.11.2008 aktualisiert wurde. Uns stellt sich die Frage, wofür sammeln die heute Geld durch den Losverkauf? Ein Blick auf die Aufgaben des Vereines eröffnet, dass man auch weiterhin bei der Aktion „Rettung der Hunde von den Canarischen Inseln im Atlantik“ mitmache. Eine weitere Quelle für Zajacs Handel? Sollte Herr Zajac mit seinem Angebot an Tierschützer eben gerade diese Aktion gemeint haben?
 

Fragen über Fragen….Wir werden den Handel bei Zoo Zajac sicher nicht kurzfristig verhindern können, aber den Verlauf genauso kritisch beobachten wie andere so genannte Tierschutzaktivitäten….versprochen!

Mitschnitt WDR-Nachtcafé (ab 54. Minute…)

Artikel Viel Kritik an geplantem Handel mit Hundewelpen bei Zoo Zajac in Duisburg (Der Westen)

Bericht über das Treffen bei Zoo Zajac am 23.5.2011

Petition im Bundestag gegen den Verkauf von Welpen und anderen lebenden Tieren im Handel
 


Hunde werden in Deutschland ertränkt – Fragen nach dem Warum

Von admin am 31. März 2011

In letzter Zeit häufen sich Pressemeldungen wie diese:

Hund an Betonbrocken gefesselt und ertränkt

oder diese:

Gotha ist entsetzt: Vater und Sohn warfen Hund in Brunnen

 

Wir fragen uns, was los ist in Deutschland, dass Menschen sich zunehmend auf diese abartige und kriminelle Art und Weise ihrer Hunde entledigen. Wo ist ihr Verantwortungsbewusstsein, ihr Mitgefühl geblieben? Haben sie vorher alle Möglichkeiten ausgeschöpft nach Hilfe zu suchen? Haben sie eventuell versucht, den Hund beim örtlichen Tierheim abzugeben?

Was passiert eigentlich, wenn ein Halter in Not gerät und seinen Hund beim Tierheim zur Abgabe meldet? Wir erleben leider täglich, dass verzweifelte Halter bei uns landen, die vorher ganze Landstriche von Tierheimen abtelefoniert haben und von sämtlichen Tierheimen zu hören bekamen, dass man leider ihren Hund nicht aufnehmen könne, weil man voll sei. Insbesondere große, alte Mischlinge sind alles andere als begehrt, sind doch ihre Vermittlungschancen nicht gerade hoch. Hier liegt eine große Herausforderung für den heimischen Tierschutz, Lösungen für die Tiere vor Ort zu schaffen.

 


Gedanken einer Tierschützerin zum Thema “scheue Hunde”

Von admin am 10. März 2011
Bezüglich der entlaufenen Hunde und der scheuen Hunde und so…….

Es gibt da in Deutschland viele viele Tierschutzvereine, die sich alle den "Tierschutz" auf die Fahne schrieben
und dann gibt es die Tierschutzvereine, die sich zusätzlich noch "Hund" auf die Fahne schrieben.

Im Prinzip ist dagegen schier überhaupt nichts einzuwenden, wenn es denn tatsächlich so wäre, nämlich

das Tier – in diesem Fall Hund
Schutz – man eben diese schützt.

Dies beinhaltet das Wort so generell für mich. Hab ich dieser Tage schon mal irgendwo geschrieben.

Da gibt es Vereine, die vielleicht wirklich im besten Glauben die Hunde importieren und auf Pflegestellen setzen. Soweit so gut.
Leider sind da mitunter auch schon mal scheue Hunde bei. Scheu beinhaltet ja erstmal nur, dass diese Hunde zurückhaltend und vorsichtig, ggfs. ängstlich bis panisch sind – allem Neuen gegenüber. Scheu hat nicht zwingend etwas mit ihrem Verhältnis zum Menschen zu tun, dies kommt aber meist ja noch erschwerend oben drauf.
Nun gut, so ein scheuer Hund hat ja trotzdem seine Ansichten und Erfahrungen gemacht und wird er nun durch die Gegend geschaukelt, ist sein Weltbild arg zerstört und zerrüttelt. Nun kommt er auf die Pflegestelle und anstatt sich dort aufzuführen nach dem Motto: "Hey ihr, hier bin ich, was gibt's hier in der Wohnung, wer seit ihr usw.?" zieht er sich zurück und nähert man sich ihm sagt er ganz klar so auf seine hundische Art: "Knurr, Knurr, etwas tiefer KNURR, KNURR, noch etwas tiefer und grollender KNUUUUUR, KNUUUUUR". Da ja nun Mensch meint, er habe das Sagen so in seiner Wohnung, missachtet er die Kundgebung des Hundes und nähert sich so richtig "bauernmäßig", so frontal von vorne, von oben nach unten über den Hund beugend, so dass dem Hund nichts anderes bleibt, als nach vorne zu schnappen, da sich hinter ihm und seitlich von ihm nun mal Wände befinden und er so gar keine Rückzugs-/Fluchtmöglichkeit hat. (Manchmal wünschte ich mir, die Menschen die sich so benehmen, säßen mal selber in so einer Ecke!).
Nun sollte man annehmen, die Pflegestelle wäre so clever zu erkennen, dass Hund aus seiner Sicht alles richtig machte, aber nein, Pflegestelle geht davon aus, dass sie alles richtig machte und sagt zu den anderen Menschen: "Der Hund ist aggressiv – der muss sofort weg hier".
Nun, der Verein versucht einen neuen Platz zu finden, findet auch einen, Hund landet irgendwo – dort das gleiche Vorgehen – sowohl von Mensch als auch von Hund – und schon soll Hund wieder weitergehen. Nun landet Hund innerhalb von 7 Wochen auf der 3. Stelle in einem ihm fremden Gebiet – denn die Gerüche sind ja alle anders als das, was er bisher kannte – und auch dort, weil natürlich durch Transport, 2maliges Umsetzen usw.pp. ist er restlos verstört – schnappt er jetzt nicht nur in Richtung der Leute, sondern auch in Richtung der gerade anwesenden Hunden oder wie auch immer, angeblich biss er wohl die anderen Hunde!!!!!!

Ende der Geschichte und Mittelung: Hund wurde zurück ins Land gebracht und lebt nun angeblich in einem großen Hunderudel.

Anderes Ende der Geschichte: Hund wurde auf einen Stapelhof gebracht und landet dann irgendwann in der Beschlagnahmung.

Anderes Ende der Geschichte: Hund wird noch mal auf eine andere Pflegestelle gesetzt usw. pp.

Und morgen ist dann auch Weihnachten – denn wir alle kennen ja so Tierschutz auch seit Jahren und kennen auch alle Gute-Nacht-Geschichten.

Anderes Ende der Geschichte: Hund entlief – es wird unter den Tisch gekehrt…..

Anderes Ende der Geschichte: Hund wird aufgrund seiner Aggressivität eingeschläfert – wird ebenfalls unter den Tisch gekehrt.

Hallo Leute, versucht doch mal Euer viel gelobtes Gehirn einzuschalten und denkt bei den Hunden mal daran, wenn Ihr einen neuen Job beginnt, seit Ihr auch nicht direkt mit den Angestellten und der ganzen Firma vertraut, zumal wenn Ihr innerhalb von 7 Wochen die 3. nagelneue Stelle antreten würdet, weil die anderen Stellen nicht ein oder zwei Fehlerschen in der Anfangszeit von Euch akzeptieren konnten. Nun, das Vertrauen der Arbeitskollegen und der Firma, das müsst Ihr Euch arbeiten. Genauso müsst Ihr Euch das Vertrauen des Hundes erarbeiten, der Hund tut dies im Übrigen auch. Er studiert Euch 24 Stunden am Tag und kennt nach einem halben Tag mehr von Euch, als Ihr in 3 Monaten von Eurem Hund wisst – vergesst das nie.

Tija, tija, der Tierschutz und die Vereine, Pflegestellen und Endstellen

Dann gibt es ja so scheue Hunde die entlaufen tatsächlich. Man weiß zwar, dass der scheue Hund die letzten Monate so richtig Stress hatte, zig mal die Stellen wechselte, von einem Großrudel ins nächste Großrudel zog, irgendwann hier in der BRD ankam und ja, da staunt Ihr nur – er wurde direkt vermittelt und schwups, kaum war er da, war er auch schon weg. Er suchte das Weite, dieses hin- und hergesetzt werden, die ganze Fahrererei, wieder hin- und hersetzen, es war ihm zuviel, seine Grenze des zu Ertragenden war erreicht und er kann nur noch flüchten.
Man (Verein/Endstelle/Pflegestelle) schickt nen Hilferuf durch das Internet, bekommt Rückmails und pöbelt dann mal einfach die Leute an. Ja, ja, man "schrie" zwar um Hilfe, aber eigentlich möchte man diese Hilfe NUR auf eine ganz bestimmte Art und Weise, nämlich, dass die Helfenden ihre ganze Zeit opfern und man selber ruhig so in seinem Alltag weitermachen kann als sei nichts gewesen. Hakt man dann nach, ach ja, man kann ja so nette Emails schicken, ist nett und höflich und zwischen den Zeilen liest derjenige sehr genau was dran an der Sache und den Aktivitäten vor Ort ist und
irgendwann einmal verschwindet der Hund dann von der HP des entsprechenden Vereines, der oftmals noch nicht mal auf seiner HP eingestellt hatte, dass Hund entlaufen sei. Es kommt sogar noch besser, der Hund steht weiterhin zur Vermittlung. Bei Tasso wurde er dann doch schon als verlustig eingestellt – immerhin und ne große Anzeige in der Zeitung soll es auch gegeben haben. Nun da kann man sich ja jetzt ruhig zurücklehnen. Tasso ist informiert und wenn es keine Sichtungsmeldungen gibt, dann ist Hund eben selber schuld. Weshalb läuft er auch weg und weshalb versteckt der sich bloß? Der muss doch ne Leuchtrakete anzünden, damit man sehen kann wo er hockt. Kann nicht sein, dass man da Futterstellen ohne Ende anlegen muss und so.. nö ne, Hund weg, natürlich auch Schuld vom Hund, er hätte ja nicht weglaufen brauchen.

Da könnt ich echt die Wut kriegen über so viel Armut.

In diesem Sinne, vielleicht ändert sich ja doch mal was

Aber auch was Schönes, es gibt sogar Leute, die holen sich einen scheuen Hund, der Hund entläuft echt irrtümlich, unglückliche Umstände, die Leute setzen 4 Wochen ihre ganze Energie darin, den Hund wiederzufinden was auch funktioniert und dann bringen sie ihn erst mal ins Tierheim zurück und bauen eine Beziehung auf, damit es nicht noch einmal passiert. Nun fahren sie jeden Tag ins Tierheim lernen mit Hund und Hund lernt mit seinen Menschen und in ein paar Wochen zieht Hund erneut Zuhause ein. Sowas lässt mein Herz doch hüpfen.

© Maria Bader
www.find-mich-fix.de
www.hundelebendfalle.de
www.m-arki.de
www.bunny-suchhund.de
 

Mein Hund

Von admin am 4. Februar 2011

„Er ist mein drittes Auge, das über die Wolken blickt,
mein drittes Ohr, das über die Winde lauscht.
Er ist Teil von mir, der sich bis zum Meer erstreckt.
Wie er sich an meine Beine lehnt,
beim leisesten Lächeln mit dem Schwanz wedelt,
seinen Schmerz zeigt, wenn ich ohne ihn ausgehe…,
sagt mir tausendmal, dass ich der einzige Grund seines Daseins bin.

Habe ich Unrecht, verzeiht er mir mit Wonne.
Bin ich wütend, bringt er mich zum Lachen.
Bin ich glücklich, wird er vor Freude fast verrückt.
Mache ich mich zum Narren, sieht er darüber hinweg.
Gelingt mir etwas, lobt er mich.
Ohne ihn bin ich nur einer unter vielen. Mit ihm bin ich stark.
Er ist die Treue selbst.
Er lehrt mich die Bedeutung der Liebe.
Durch ihn erfahre ich seelischen Trost und inneren Frieden. 

 Er lehrt mich verstehen, wo vorher nur Ignoranz war.
Sein Kopf auf meinem Knie heilt meine seelischen Schmerzen.
In seiner Gegenwart habe ich keine Angst vor Dunkelheit und Unbekanntem.
Er versprach, auf mich zu warten… wann und wo auch immer… ich könnt ihn
ja brauchen. Er ist eben mein Hund.“

GENE HILL

Ich hatte dich lieb – Ein Text, der unter die Haut geht

Von admin am 10. Dezember 2009

Am Morgen bist du sehr früh aufgestanden und hast die Koffer gepackt. Du nahmst meine Leine, was war ich glücklich! Noch ein kleiner Spaziergang vor dem Urlaub – Hurra!
Wir fuhren mit dem Wagen und du hast am Straßenrand gehalten. Die Tür ging auf und du hast einen Stock geworfen.
Ich lief und lief, bis ich den Stock gefunden und zwischen meinen Zähnen hatte, um ihn dir zu bringen. Als ich zurückkam, warst du nicht mehr da! In Panik bin ich in alle Richtungen gelaufen, um dich zu finden, aber ich wurde immer schwächer. Ich hatte Angst und großen Hunger.
Ein fremder Mann kam, legte mir ein Halsband um und nahm mich mit. Bald befand ich mich in einem Käfig und wartete dort auf deine Rückkehr.

Aber du bist nicht gekommen.
Dann wurde mein Käfig geöffnet, nein, du warst es nicht – es war der Mann, der mich gefunden hatte. Er brachte mich in einen Raum – es roch nach Tod! Meine Stunde war gekommen!!
Geliebtes Herrchen, ich will, das du weißt, das ich mich trotz allen Leidens, das du mir angetan hast, immer noch an dein Bild erinnere. Und falls ich noch einmal auf die Erde zurückkommen könnte – ich würde auf dich zulaufen, denn ICH HATTE DICH LIEB!!!!!

Diese traurige Geschichte stammt aus einer belgischen Zeitung mit der Bitte, sie zu verbreiten.
Wenn mit dieser Geschichte auch nur ein einziger Hund bzw. ein anderes Lebewesen vor so einem Schicksal bewahrt wird, ist schon viel gewonnen.

Es soll von vielen Menschen gelesen werden und es soll niemand wegschauen, wenn man so eine grausame Tat beobachtet. Einfach den Mut haben zu dem Tier mit Liebe hinzugehen, diesen verantwortungslosen Menschen ansprechen und anzeigen. Man ist den Tieren gegenüber \"verpflichtet\" etwas gegen solche Leute zu unternehmen!

PS: in den Tierheimen warten viele Tiere auf ein neues Herrl/Frauerl!

Briefe von Tieren von Wolfgang Edelmayr, mehr hier….
 

Aus der Sicht der Tiere und Menschen

Von admin am 21. September 2009

Wir wurden geschunden, geschlagen, vernachlässigt oder wir wurden einfach nur nicht mehr gewollt …

und als es gar nicht mehr weiter ging, kam ein Mensch, der sagte ” HALT”
Und wir konnten fort gehen und anderswo eine Unterkunft finden. Ein Asyl, um das wir so lange gebangt hatten, das uns jetzt einfach geschenkt wird.

Das ist der Tierhof Straelen

Jedoch – die Wahrheit sieht anders aus, als viele Menschen sich träumen lassen würden. Wir haben dokumentiert, wie verschiedene Tiere zu uns auf den Tierhof gekommen sind.

Das sind keine Bilder, die Sie sich ansehen sollten, wenn Gewalt und Schmerz Ihnen zusetzt! Bilder

Aber nicht um der ” Story ” willen oder um möglichst viele Besucher auf die Seite zu holen – sondern wegen der Tiere wollen wir diese Bilder zeigen. Wir wollen Sie damit sensibilisieren, was alles den Tieren von Menschen angetan wird.

Helfen Sie mit, dass so etwas aufhört!

Wir sind alt , können nicht mehr so wie früher. Können nicht mehr so aufstehen und rennen, spielen nicht mehr so wie früher.

Unsere Zähne sind auch nicht mehr gut, wir können nicht mehr gut essen. Merkt aber keiner – auch nicht dass wir krank sind.

Wir werden nicht mehr gepflegt, weil wir ja auch mal unter uns machen, das Bein nicht schnell genug hoch bekommen oder das Klo erreichen. Wir stinken, sagt man. Da werden wir dann eben weg gesperrt und vergessen – oder einfach fortgejagt und abgeschoben.
Und weil es so nicht weitergeht, kommt ein Mensch, der sagt ” HALT ”

Da ist jemand da, der unsere Trauer spürt und der uns weinen sieht. Jemand, der all seine Kraft zusammen nimmt und uns aufzustehen hilft, damit wir gewaschen und gebürstet werden, der uns Medizin und Kraft gibt – und damit wieder den Glauben an Menschen die Hoffnung auf noch ein bisschen gute Zeit und Liebe, die wir doch so gerne wiedergeben!

Da ist jemand da, der uns Zuflucht gibt, der unsere Rechte schützt und uns in Würde leben und sterben lässt.

Das ist der Tierhof Straelen

Hilfe für uns Tiere bedeutet auch, den Menschen zu helfen, die sich um uns kümmern.

Uns unser Zuhause zu erhalten indem dabei geholfen wird, dass unsere Familien mit uns weiter zusammen bleiben können, dass wir dort weiter liebevoll betreut werden können, ohne “weg zu müssen”, das ist auch Tierschutz.

Das kann auch zum Beispiel Hilfe zur Selbsthilfe für unsere Menschen sein. Damit gibt uns jemand Hoffnung zum Bleiben in unserem Zuhause.

Das ist der Tierhof Straelen

Keine Ausrede wird gut genug sein, um uns vor den Augen derer zu retten, die leiden und uns in dem Wissen anschauen, dass wir ihnen hätten helfen können.