Nachstehende Email erreichte uns von RiN:

Hallo Martin

ich weiß zwar nicht warum der Fall Vetlen jetzt auch noch ausgeschlachtet wird, aber bitte setze das noch in den Text rein.
Pflegestelle:
Dann kam es zu dem Beißvorfall:

Ich wollte Velten am Geschirr packen… ganz klar mein Fehler!!! Hätte er 'nur' geschnappt oder mal kurz gezwickt, wäre das "in Ordnung" gewesen (war ja meine eigene Dummheit) …. Er hat aber richtig fest zugebissen, meinen Arm gepackt und gerissen! Wäre ich in dem Moment hingefallen, ich würde nicht mehr hier sitzen und diesen Beitrag schreiben können, Velten wäre mir an die Kehle.

Das ganze ist an einem Sonntag morgen (Muttertag!) vor den Augen meiner entsetzten Kinder und anderen Hunde passiert.

Velten hat nicht mal eben geschnappt, gedroht oder gezwickt. Sowas hab ich alles schon gehabt: Angstschnapper, dominante Fletscher, Hunde, die aus Schmerz heraus mal kneifen.

Velten hat gebissen, er hat nachgepackt und gerissen. In der Notaufnahme im KKH konnte mir der Arzt meinen freigelegten Unterarmknochen, diverse Sehnen und Muskeln benennen… netter Einblick in mein Innenleben.

Ich war danach 4 Tage im Krankenhaus, hatte 2 Wochen den Arm geschient, bin bis jetzt in ärztlicher Behandlung (die noch immer nicht abgeschlossen ist) und war als Selbstständige über 2 Wochen arbeitsunfähig. Geblieben sind mir ein paar häßliche Narben…

…. eventuell bleibende Nervenschäden, schlimme Alpträume meiner Kinder und mir und die Verantwortung. Ich habe das große Glück, einen sehr lieben Partner und den Platz zu haben, um

Velten hier zwei Wochen lang zu separieren (wegen der Kinder) und zu versorgen. Das können nicht viele Pflegestellen leisten. Bei den meisten Pflegestellen müßte so ein Hund verständlicherweise SOFORT weg. Ferner hatte ich das Glück, daß sich dann ein Platz für ihn gefunden hat, wo ich mir sicher sein kann, daß Velten nicht an ahnungslose Familien abgegeben wird.

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Kommentar Tierhof Straelen

Aufgrund der uns zugegangenen Email der 1. Vorsitzenden von RiN kommen wir der Bitte nach, die Version der Pflegestelle zu veröffentlichen und kommentieren diese wie folgt:

Die Geschichte von "Velten" haben wir nicht im Kaffeesatz gelesen, sondern sie ist uns so zugesandt worden. Veröffentlicht haben wir die Geschichte genau so wie viele andere Geschichten die "glücklich und zufrieden" enden und vor allem auch deswegen, weil viele Betrachter der Meinung waren, dass "Velten" wahrscheinlich auch über die Regenbogenbrücke gegangen ist. Nein, ist er nicht! Das freut uns und die Geschichte von "Velten" motiviert vielleicht auch den ein oder anderen dazu, sich mit Geduld und Spucke, Herz und Verstand solcher sogenannten "auffällig gewordenen" Tiere anzunehmen.

Unbestritten ist natürlich die Tatsache, dass "Velten" böse zugebissen hat. Fakt ist aber, dass er sich in seiner Situation nicht aussuchen konnte, dass Kinder dem Beißvorfall beiwohnten und sicherlich: Er ist ein Hund … er kann nicht mit Wattebällchen schmeißen. Er kann auch nichts für das Innenleben eines Armes. Trotzdem war das schon sehr böse, was er getan hat. Wie wir lesen konnten, gab es dafür aber einen Grund. Okay, auch das rechtfertigt nicht sein Verhalten.

Sorry, jedem Verbrecher wird in unserem Staat eine zweite Chance gegeben. Es wird abgewägt, was für und gegen den Angeklagten spricht. Nur das Produkt unserer sogenannten Gesellschaft (der Hund) hat also nicht das Recht auf Resozialisierung???

Wir sehen das anders: Tierschutz fängt mit Tierrecht an. Man sollte immer die Umstände berücksichtigen unter denen es zu so einem Vorfall kommt. Nochmal, wir gehören nicht zu denjenigen, die auf Biegen und Brechen alles entschuldigen. Zum Tierschutz gehört aber eine gehörige Portion Verständnis und auch die Risikobereitschaft "gebissen" zu werden. Wie sollen wir es nennen? Wir nennen es: Berufsrisiko!!! Auch Dachdecker sind schon vom Dach gefallen, sind deshalb Häuser abgerissen worden?

Hier soll nicht unerwähnt bleiben, dass wir der Pflegestelle von "Velten" großen Respekt zollen! Sie haben sich für eine Lösung stark gemacht und Velten Gott sei Dank im Tierheim Ludwigsburg untergebracht. Das ist nach so einem Vorfall nicht unbedingt selbstverständlich. Hochachtung!!!

In unserem Gästebuch gibt es Eintragungen von Leuten, die anonym schreiben, dass O-Mallei und Holger über die Regenbogenbrücke gegangen sind.

Vor einiger Zeit gab es ein Telefonat mit der 2. Vorsitzenden von RiN, in dem sie schilderte, das O-Mallei in der Pflegestelle nicht leicht zu händeln sei und ob es eine Möglichkeit der Unterbringung auf unserem Tierhof gäbe. Dies mussten wir leider verneinen, da wir wirklich bis unters Dach voll waren.

Danach meldete sich die 1. Vorsitzende des Vereins noch einmal bei uns. In diesem Gespräch erwähnte diese auf die Frage, ob O-Mallei und Holger, wie im Gästebuch steht, über die Regenbogenbrücke gegangen sind, diese seien im Tierheim untergebracht, dort hätten sie bessere Vermittlungschancen.

Kurze Zeit später, wurden wir von jemandem darauf aufmerksam gemacht, das diese beiden Hunde auf der Regenbogenseite von RiN zu finden seien.

Uns ist nicht bekannt, dass es eine Tierschutzeinrichtung mit dem Namen "'Regenbogen" gibt???!!!

Man kann ja nicht alles wissen, aber für unseren runden Kopf ist das alles zu eckig.

An dieser Stelle möchten wir noch einmal klar und deutlich zum Ausdruck bringen: Uns geht es nicht darum, irgendwelche Vereine und deren Arbeit zu schmälern oder durch den Kakao zu ziehen. Jeder vernünftige Tierschutzbeitrag ist wichtig. Keiner von uns kann die Welt retten, sondern nur Beiträge leisten im Rahmen seiner überschaubaren Möglichkeiten.

Die Quintessenz hieraus sollte sein: Weniger ist manchmal mehr!!! oder Klasse statt Masse!!!

Wir freuen uns mit Merten, dass er nunmehr eine passende Kumpeline gefunden hat. Weiterhin ist er völlig unauffällig, ausgelassen, charmant und lebensfroh. Die Geschichte seiner Kumpeline "Annabell" findet Ihr unter "Aktuelle Aktionen".

Genau das sollte der A.C.-Schäferhundrüde „Magic“ bitter erfahren müssen.

Am 22. Juli 2009 um 16.15 Uhr erreichte uns der Anruf unseres Veterinärbeamten, der uns eindringlich darum bat, einen weissen Schäferhund abzuholen, der in seinen eigenen Exkrementen dahinvegetierte. Er reichte an die zuständige Ordnungsamtsmitarbeiterin weiter, die uns erklärte, sie seien schon längere Zeit an diesem Tierschutzfall, hätten mehrere Fristen und Auflagen gesetzt, die dazu geführt hätten, dass der Hund nicht mehr in einer Dunkelkammer leben müsse, jedoch jetzt seit Wochen in einem Zwinger sitzt und unzureichend versorgt wird. Es wären noch andere Tiere vor Ort, allerdings wäre zunächst dringender Handlungbedarf für den weissen Schäferhund.

Frau H. vom Ordnungsamt hatte sich in dieser Sache auch schon vor Wochen an einen Tierschutzverein in unserem Kreis gewandt mit der Bitte, sich des Hundes anzunehmen. Von diesem Tierschutzverein gibt es bis heute keinerlei Reaktion, aber „Auslandstierschutz“ wird bei diesem Verein großgeschrieben?!

Kommentar Tierhof Straelen:
Armes Deutschland!!!???

Bei unserem Eintreffen konnten wir sofort den stark verschmutzten Zwinger nebst dem üblen Geruch wahrnehmen und folgen. Hier bot sich ein Anblick des Entsetzens. Plötzlich kam ein Mann auf uns zu, der sich darüber wunderte, dass wir schon vor Ort seien, um „Magic“ an uns zu nehmen. Er holte die Papiere aus dem Haus, währenddessen wir alles fotografierten und darüber stolperten, dass in viel zu engen Pferdeboxen ohne Einstreu und Futter sechs Pferde untergebracht waren. Auf Vorhalt beteuerte uns der Mann, dass er zwar die Umstände mit zu verantworten hat, jedoch keinerlei Einfluss auf seine Lebensgefährtin hätte, die an all dem „Übel“ schuld sei. Er selbst hätte den weissen Schäferhund 2006 von SOS-Weisse-Schäferhunde e.V. übernommen. Seine Lebensgefährtin hätte Magic von Anfang an nicht gemocht und ihre eigenen Hunde immer besser versorgt. Nachdem das Ordnungsamt die Auflage erteilt hat, den Hund nicht mehr dunkel abzubunkern, habe er vor Wochen einen Zwinger gebaut, damit Magic nicht mehr im Dunkeln sitzen müsse. Er selbst könne sich seiner Lebensgefährtin gegenüber nicht durchsetzen, sie sei sehr dominant. Kümmern könne er sich auch nicht um Magic, er müsse 240 Kilometer täglich zum Arbeitsplatz fahren und sei völlig erschöpft, hätte Probleme über Probleme und alles wüchse ihm über den Kopf. Wenn „sein Hund“ in Sicherheit wäre, würde er auch den Ort des Geschehens verlassen, weil er die dort vorherrschenden Zustände nicht länger ertragen könne.

Er ließ Magic aus dem Zwinger, der sich tierisch freute, jaulte, versuchte zu springen, was alles sehr mühseelig war, da er kaum Muskeln hatte und völlig ausgemergelt war. Die Farbe „weiss“ war auch nicht auf den ersten Blick zu erkennen. Auf dem Tierhof angekommen, versorgten wir Magic und setzten uns sofort mit dem Tierschutzverein in Verbindung, da der Schutzvertrag des Tierschutzvereins einige Fragen aufkommen ließ. Alles was aus dem Vertrag hervorgeht, sind Name und Vorname des Hundehalters, die Schutzgebühr und kaum leserliche Unterschriften?! Es gibt keinerlei Angaben über den Hund geschweige denn Anschrift etc. des Halters.

Über das Internet fanden wir die Telefonnummer der 1. Vorsitzenden des Vereins heraus. Das Gespräch ergab folgendes:

„…Ja, ich kann mich an den Hund erinnern. Er hieß früher Whisky, ist ein ganz feiner Kerl, wie es dazu kommt, dass da nichts ausgefüllt ist, kann ich mir nicht erklären. Die Stelle ist von einem anderen Tierschutzverein vorkontrolliert worden. Die haben auch den Hund mehrfach wieder dorthin zurückgebracht, wenn er abgehauen ist. Im übrigen habe ich den Verein zwar gegründet, bin aber nicht mehr für den Verein tätig und will damit auch nichts mehr zu tun haben. Ich danke Ihnen, dass Sie Magic aufgenommen haben und biete Ihnen gern Vermittlungshilfe an???!!!“

All das stimmt uns sehr nachdenklich.

Magic geht es den Umständen entsprechend schon viel besser. Er bleibt auf jeden Fall in unserer Obhut. Wir danken den zuständigen Veterinär- und Ordnungsbehörden für Ihr schnelles und unbürokratisches Einschreiten und der Tatsache, dass auch die Pferde nicht mehr vor Ort sind.

 

Charity für Tiere e.V. stellt Strafanzeige gegen Jäger

(Straelen/ NRW, 13.07.) Nach einer anonymen Anzeige am Samstagabend wegen grausamer Tötung von Krähen in Straelen (Landkreis Kleve), findet Charity für Tiere e.V. gemeinsam mit dem Ordnungsamt und Veterinäramt zahlreiche Krähen und Taubenkadaver in einer tierschutzwidrigen Falle auf einem Privatgrundstück. Charity für Tiere erstattet Strafanzeige gegen einen Jäger.
Sofort nachdem die Anzeige bei der erste Vorsitzenden und Betreiberin des „Tierhof Straelen“, Martina Retthofer am Samstag gegen 20.00 Uhr einging, setze sie sich mit dem Veterinäramt des Kreises Kleve in Verbindung. Gegen 20.30 Uhr trafen Tierschützer von Charity für Tiere e.V. /Tierhof Straelen mit dem durch das Veterinäramt verständigte Ordnungsamt und der Polizei auf einem beschriebenen Grundstück ein und fanden in einer weder tierschutz-, noch waidgerechten Falle 5 lebende Krähen und eine nicht mehr näher zu beziffernde Anzahl Taubenkadaver. Die Krähen sind sofort aus der großen Fallenkonstruktion, die innen mit Schlingen und Haken bestückt wurde, frei gelassen worden. Die Falle gehört einem Jäger aus Straelen, der kurze Zeit später ebenfalls eintraf. Eine Stellungnahme des Jägers zum tatsächlichen Motiv oder der genauen Anzahl der gefangenen und getöteten Krähen, liegen nicht vor.
„Krähen gehören zu den Wildvögeln, die unter das Tierschutzgesetz fallen. Die Jagd der Tiere unterliegt waid- und tierschutzgerechten Anforderungen, die in diesem Fall in keinster Weise zutreffen“, so Martina Retthofer. Im Gegenteil ist die selbstkonstruierte Falle dergestalt, dass sich die Krähen in Haken und Schlingen verfangen und elendig zu Grunde gehen können. Die Falle wurde zusätzlich mit Tauben als Lockvögel für die Krähen bestückt. Krähen unterliegen von April bis Oktober dem Schutz vor Jagd. Sowohl Charity für Tiere e.V. als auch die Ordnungsbehörden stellen Strafanzeige wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz und werden den Fall ebenfalls bei der zuständigen Jagdbehörde zur Anzeige bringen.
 

 

 

Update 10.07.2009

Abgabehund Buffy sorgt für Nachwuchs auf dem Tierhof Straelen

Mitte Februar erreichte uns der Anruf einer Familie, sie müssten sich schweren Herzens von einem ihrer Hunde trennen. Es handele sich um eine alte Mischlingshündin, ein Labradormix, der sehr gut erzogen sei, ganz lieb wäre, alleine zu Hause bliebe und überhaupt ein toller Hund sei…….. Leider verunreinige der Hund aber die Wohnung…….. Man müsse sich vorstellen, dass der Laminat schon aufquillt und dementsprechend der Vermieter verärgert sei………Tierärztlich sei festgestellt worden, dass der Hund gesund ist und damit die Unsauberkeit keinen organischen Grund habe.

Im Laufe des weiteren Gesprächs stellte sich heraus, dass die alte Hündin "Buffy" fünf Jahre jung ist.

Da seit Monaten unsere Aufnahmekapazitäten mehr als erschöpft sind, boten wir Vermittlungshilfe an, konnten und wollten uns nicht vorstellen, dass plötzlich das seit Monaten vorhandene "Problem", dem Hund von einer auf die andere Sekunde deren Zuhause kosten könne. Die von uns angebotene Vermittlungshilfe wurde dankbar angenommen. Bilder und genaue Daten wurden uns zugesandt.

Am 22. Februar 2009 rief uns dann die Tierhalterin völlig aufgebracht mit dem Bemerken an, das Maß sei jetzt voll; Buffy habe auf das Spielzeug ihres Kleinkindes gepinkelt und sie habe den Hund nunmehr in den Keller gebracht (Strafe muss sein…!!!!!!!!!).

Keller … ?????? Strafe muss sein?????? An dieser Stelle bekam das Gespräch einen etwas unwitzigen Charakter.

Hier wurde deutlich klar, dass "Buffy" (super lieb, toller Hund etc. – wir erinnern uns -) nicht mehr erwünscht ist.

Wir überlegten nicht lange und baten die Halter, Buffy dem Tierhof zu übergeben. Gesagt, getan, Buffy wurde direkt von dem Tierhalter zu uns gebracht. Als die kleine Maus aus dem Auto sprang, fiel uns direkt auf, dass das Gesäuge angeschwollen war. Auf unsere Frage, ob Buffy evtl. scheinträchtig sei, sagte der Tierhalter, dass ihnen nichts aufgefallen ist, was auf eine Trächtigkeit oder Scheinträchtigkeit schließen ließe.

Ein Besuch bei unserer Tierärztin ergab, dass es sich bei unserer "Buffy" um ein "Überraschungsei" handelt.

Wir setzten uns mit der Tierhalterin in Verbindung, um noch einmal genauestens in Erfahrung zu bringen, ob Abgabegrund evtl. die Trächtigkeit sei. Erstaunt reagierte man…."Trächtigkeit??? Nein, kann eigentlich nicht sein, sie war zwar läufig und wir haben einen einjährigen Rüden…. Die Hunde sind immer unter Beobachtung gewesen…… Allerdings wir sind ja beide berufstätig".

Am 06. März 2009 ging es dann abends los, Peggy Sue erblickte als Erste das Licht dieser Welt, dann kam es zu Komplikationen, die dank unserer Tierärztin Frau Müller schnell in den Griff bekommen wurden. Klitschko und Farina erblickten dann nun auch unbeschadet das Licht der Welt. "Mutter und Kinder" sind gesund und munter und Buffy ist eine großartige, liebevolle, tatsächlich super gut erzogene, anhängliche, saubere und fürsorgliche Mamma.

Der Deckrüde soll ein Retriever/Collie- Mix sein und unsere Buffy ist ein Labradormix, allerdings klein und zierlich. Also, aus unserem "Überraschungspaket" Buffy resultieren numehr drei weitere "Überraschungspäckchen".

Buffy lebt mit ihren Kindern bei unserem Kollegen.

Die Ex-Halter wünschen sich für die Kinder von Buffy, die im übrigen jetzt "Naomi" heißt, natürlich ein schönes und liebevolles Zuhause und bieten Vermittlungshilfe für die "Wonneproppen" an….!!!???

Tierliebe Grüße

Das Team des Tierhofes Straelen.

 

Amtstierärztliche Begutachtung eines Hundes:

Labrador „Merten“ (blond)
geb.: ca. 2003
Rüde, kastriert
(Mikrochip-Nr.: 985 120 014 879 583)

am Tierhof Straelen am 06.07.2009 um 16.30 Uhr durch die Unterzeichnerin:
Anwesende: Tierheimleitung Frau Retthofer und Frau Markau sowie Herr Krüger

Herkunft des Hundes:
Retriever in Not e. V., Bad Sassendorf, ehemaliger Zuchtrüde aus Belgien (?), abgegeben in private Pflegestelle in Krefeld (dort gab es Probleme: Hund hat angeblich nach Lebenspartner geschnappt und ist auf Kinder losgegangen) Abtretung an den Tierhof Straelen am 12.06.2009

Allgemeinuntersuchung:
Ernährungs- und Pflegezustand in Ordnung,
hochgradig abgewetzte Eckzähne
Geringgradige Koordinationsstörungen (Verzögerungen) im Bewegungsablauf, „Trippeln“, Zucken des Kopfes

Im Zwinger:
o starkes Bellen bei Annäherung,
o ; lässt sich nach Ansprache durch das Zwingergitter streicheln und mit Leckerbissen füttern
o beobachtet intensiv Frau Markau bei der Durchführung ihrer Arbeit in anderen Zwingern

Im Auslauf:
o Herr Krüger filmt das Verhalten des Hundes
o Labradortypische freundliche Annäherung an fremde Besucherin
o Lässt sich streicheln und mit Leckerbissen füttern
o Frau Retthofer führt den Hund in der Freifolge im Auslauf vor („Sitz“, „bei Fuß“, nimmt Leckerchen, Maul öffnen problemlos möglich,
Kommando „Nein“ wurde mittels geblocktem Leckerchen antrainiert)
o Mikrochip ablesen durch Unterzeichnern problemlos möglich
o weicht zurück bei ruckartig erhobener Hand (Frau Retthofer vermutet, dass „Merten“ möglicherweise geschlagen wurde)
o Immer wieder freundliche Annäherung mit dem Wunsch, gestreichelt zu werden
o Tauscht Spielzeug gegen Leckerchen
o Legt sich im Laufe des Gespräches in der Nähe der Menschen ab und wartet
o Springt nicht, wie von der Pflegestelle behauptet, unkontrolliert bei der Futterzubereitung an der Küchenanrichte hoch, sondern wartet
geduldig, bis ein Leckerbissen gereicht wird.

Zum Zeitpunkt der Überprüfung im Tierheim können keine Anze ichen eines aggressiven Verhaltens gegenüber Menschen festgestellt werden.

Keine Einstufung als „gefährlicher Hund“ im Sinne von § 3 LHG NRW

Die körperliche Beeinträchtigung (geringgradige Koordinationsstörungen) sollte im Rahmen einer erneuten tierärztlichen Untersuchung des Hundes nach entsprechender Eingewöhnungszeit abgeklärt werden.

Gez.: Dr. Heesen

Wir sind stolz auf Merten, hätten allerdings nichts anderes erwartet, denn nach wie vor, benimmt er sich völlig unauffällig.

Sollte die Technik es zulassen, werden wir in Kürze das schon erwähnte Video hier einstellen.

Mit tierlieben Grüßen

Euer Straelener Tierhofteam