AHO Redaktion Kleintiere & Pferde
27. September 2011
Staudernheim: Veterinäramt beschlagnahmt mehr als 100 Tiere
Koblenz/Bad Kreuznach/Staudernheim (aho) – Das Veterinäramt des Landkreises Bad Kreuznach hat auf einem Anwesen in Staudernheim in den vergangenen drei Wochen 117 Tiere beschlagnahmt. Darunter befanden sich mehr als 90 Kaninchen, eine Vielzahl von Katzen, ein Meerschweinchen und zwei Tauben. Wie die in Koblenz erscheinende Rhein-Zeitung aktuell berichtet, sollen sich noch weitere Katzen auf dem Gelände befinden. Die wahrscheinlich psychisch kranke Tierhalterin lebte nach Informationen der Zeitung selbst unter menschenunwürdigen Umständen in einem der zwei Stallräume, in denen sie auch die Tiere hortete. Weder über eine Toilette noch über fließendes Wasser verfügten demnach die Ställe. Nur in einem Raum ist Strom vorhanden.
Haagen Prinz, Leiter des Bad Kreuznacher Tierheims, berichtet im Gespräch mit der Rhein-Zeitung von „katastrophalen und verheerenden Zuständen“, von „Eimern und Kisten voller Tierkadaver“, die auf dem Gelände entdeckt wurden. Die Katzen liefen in einem der beiden Ställe umher, in dem anderen Stall waren die Hasen und Kaninchen untergebracht, zeitweise ohne Wasser und ohne Futter. „Teilweise haben sich die Tiere schon gegenseitig gefressen“, beschrieb der Tierheimleiter die katastrophalen Bilder, die sich ihm dort offenbarten. Die Tiere waren nach Angaben des Tierheims stark von Parasiten wie Flöhen und Würmern befallen. Die Kaninchen wiesen Bisswunden auf. Auch Kaninchen ohne Ohren seien darunter gewesen, so die Rhein-Zeitung weiter.
Gegen die Tierhalterin wurde ein Ermittlungsverfahren wegen des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz eingeleitet, wie die Bad Kreuznacher Staatsanwaltschaft bestätigte. „Ein Tierhalteverbot ist verfügt, gegen die Frau wird strafrechtlich ermittelt“, bestätigte das Umweltkommissariat der Bad Kreuznacher Kriminalpolizei gegenüber der Zeitung.
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