Vom Regen in die Traufe – Unglaublich aber wahr – Sicher kein Einzelfall

Von admin am 15. November 2007
Aus gegebenem Anlass möchten wir an dieser Stelle mal unseren Unmut über die "tollen Tierschützer" äußern, die auf Biegen und Brechen Tiere aus dem Ausland nach Deutschland holen!

 

 

Am 3. November 2007 haben wir gemeinsam mit dem Veterinäramt ein Tierheim im Kreis Kleve räumen müssen. Insgesamt waren dort 11 Hunde untergebracht, von denen wir acht Tiere übernommen haben. Die Tiere waren sich in diesem Tierheim wegen Überforderung der Betreiber selbst überlassen und mussten unter erbärmlichen Umständen leben. Eine Hündin ist so verunsichert und ängstlich, dass sie sich in die äußerste Ecke zúrückzieht, wenn Menschen sich nähern, die andere zeigte sich im dem Tierheim nur aggressiv, so dass schon über Einschläferung nachgedacht wurde. Wir haben das Tier in Narkose legen lassen und es zum Tierhof Straelen überstellt. Schon einen Tag nach der Ankunft, zeigte sich das Tier aufgeschlossen und blüht von Tag zu Tag mehr auf.

Die Tiere stammen aus Rumänien, Bulgarien und der Türkei. Sie sind von sogenannten Tierschützern in diesem Tierheim untergebracht worden und saßen zum Teil schon über ein Jahr dort. Lt. Aussage des Betreibers haben verschiedene Tierschutzorganisationen Tiere dort abgesetzt und sie erst abgeholt, wenn sie vermittelt waren. Waren Tiere auffällig, weil sie ängstlich waren oder aufgrund von Überforderung aggressiv, fühlten sie sich nicht mehr dafür zuständig.

Um dem Treiben ein Ende zu bereiten, baten wir den zuständigen Veterinär darum, uns die Tiere in Form eines Übereignungsvertrages zu überlassen. So geschah es auch im Einvernehmen mit dem Betreiber.

An dieser Stelle sei erwähnt, dass die Betreiber durchaus keine schlechten Menschen sind, sondern dass familiäre Schicksalsschläge und finanzielle Not zu dieser Misere geführt haben. Zudem haben suspekte Tierschützer schamlos ausgenutzt, dass die Betreiberin nicht "nein" sagen konnte. Schließlich und endlich haben sie die Tiere einfach ihrem Schicksal überlassen. Es gab weder irgendwelche Kontrollen, noch irgendwelche Nachfragen. Man war sich durchaus darüber im Klaren, dass die Umstände in diesem Tierheim nicht art- und sachgerecht waren, trotzdem verbrachte man die Tiere an diesen Ort.

Das Allerbeste an der Sache kam dann in Form einer Frau Frauke K. auf uns zu.

Sie meldete sich einen Tag später mit dem Bemerken, fünf der bei uns untergebrachten Hunde gehörten ihr.

Auf Nachfrage, wie es denn angehen könne, dass diese Tiere dort von ihr untergebracht wurden, antwortete sie, sie hätte die Tiere nicht dort untergebracht und wisse auch nicht, wer die Tiere dort hin verbracht hätte.

Sie hätte Fotos von den Hunden und kenne auch die Chipnummern und somit sei sie Eigentümerin der Tiere.

Genau zu diesem Zeitpunkt nahm der Gesprächsverlauf einen nicht mehr witzigen Rahmen an, denn wir konnten unseren Unmut kaum verbergen und haben dies auch ohne Umschweife kundgetan. Denn so viel "geistigen Dünnschiss" auf einem Haufen erlebt man ja nicht alle Tage.

Wir fragten weiterhin, was sie denn jetzt wohl mit den Tieren vor hätte. Daraufhin antwortete sie, sie wolle die Tiere in andere Tierheime verbringen, mit denen sie zusammenarbeitet….

Wir fragten, was das denn wohl mit Tierschutz zu tun hätte. Sie könne doch froh sein, dass die Tiere nunmehr gut untergebracht sind und wolle ihnen doch wohl unter den gegebenen Umständen nicht zumuten, wieder herausgerissen und transportiert zu werden. Die Tiere wären ja ohnehin schon sehr verunsichert. Die "Gute" antwortete daraufhin, die Tiere hätten ja auch den mehrstündigen Transport nach Deutschland gut überstanden.

Wir haben dieser Dame klar vor Augen geführt, dass sie von uns keinen Hund herausbekommt. Das jetzt die Odysee ein Ende hat und wir durchaus hätten verstehen können, wenn sie vorgeschlagen hätte, bei der Vermittlung behilflich zu sein, jedoch alles andere ablehnen.

Wir stießen allerdings nicht auf Verständnis.

Einen Tag später rief die "Gute" wieder an und verlangte die Herausgabe einer Huskyhündin mit dem Bemerken: Sie hätte diese Hündin vor zwei Jahren in Istanbul kennengelernt und jetzt erst wiedergefunden. Auf die Geschichte wolle sie nicht näher eingehen, aber eins sei sicher, sie will diesen Hund. Sie wandte sich ohne unser Wissen an unsere Mitarbeiter auf dem Tierhof Straelen und an die Kleine Arche, um ihrem Ziel näher zu kommen. Das Beste daran ist: Sie will dieser Hündin keinen Sofaplatz bieten, nein: Sie will sie in ein anderes Tierheim verbringen.

Wir machten ihr noch einmal unmissverständlich klar, dass sie weder diese Hündin bekommt, noch eines der anderen Tiere, nach denen sie allerdings sowieso nicht mehr fragte.

Frau K. hatte in all diesen Gesprächen nichts Besseres zu tun, als auf das Veterinäramt zu schimpfen. Sie behielt sich vor, die Presse einzuschalten. Darauf warten wir bis heute.

Denn eines steht fest, unabhängig davon, dass wir der Meinung sind, dass Frau K. weder mit Herz noch mit Verstand Tierschutz betreibt, ist es umverschämt dem Veterinäramt den schwarzen Peter zuzuschieben. Wir haben vor unserer Haustür genug Elend und sogenannte Tierschützer bedienen sich dann des Veterinäramtes, für Dinge, die sie zu verantworten haben. Armes Deutschland!!!

Immer öfter landen die sogenannten "geretteten armen Seelen" in Tierheimen, weil verantwortungslose Möchtegerntierschützer die Tiere rüberholen ohne Sinn und Verstand.

Hauptsache die Kasse klingelt.

Was Frau K. angeht, so wünschen wir uns, dass jemand Hirn vom Himmel schmeißt.

Wir möchten hier ausdrücklich darauf hinweisen, dass wir nichts gegen vernünftigen Auslandstierschutz einzuwenden haben. Und uns kann sicherlich keiner zum Vorwurf machen, dass wir uns für das Elend in Deutschland stark machen, zumal wir uns auf alte, kranke, auffällige Tiere spezialisiert haben, die leider von vielen Tierheimen abgelehnt werden, weil sie keine Vermittlungschance mehr haben.

Wir sind uns ziemlich sicher: In letzter Instanz, sind wir diejenigen die Auslandstierschutz betreiben, denn zum guten Schluss nehmen wir die armen Seelchen auf, wenn sie keiner mehr haben will, weil man sich südländische oder osteuropäische Tiere "einfacher" vorgestellt hat.

Tierliebe Grüße

Martina Retthofer/Corinna Markau
Tierhof Straelen

  1. Tierhof-Straelen » Blog Archive » Lilly – geb. 2006 sagt:

    [...] wegen schlechter Haltung aufgelösten Tierheimbetrieb tragend übernommen haben. http://tierhof-straelen.de/wp/?p=5216 Auslandstierschützer hatten Lilly in der priv. Tierheimeinrichtung abgeparkt, wo sich die [...]

  2. Tierhof-Straelen » Blog Archive » Donna – geb. 23.02.2002 sagt:

    [...] Tierheimbetrieb – als höchst aggressiv eingestuft – übernommen haben. http://tierhof-straelen.de/wp/?p=5216 Donna war anfangs sehr misstrauisch, hat sich aber schnell eingelebt und ist inzwischen für [...]

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