--------------------------------------------------------------------------------
Landwirt als Tierquäler
BIBERBACH / Amtstierärztin fand Rinder und Schafe in schlechtem Zustand. Auf Misthaufen lagen Skelette und Hühnerkadaver.
Wegen des Verdachts der Tierquälerei muss
sich ein Landwirt aus Biberbach verantworten. Der Bauer war der
Behörde in den letzten Jahren bereits mehrfach aufgefallen
und auch bestraft worden.
Vor kurzem führte die Amts-tierärztin erneut eine Kontrolle
auf dem Anwesen durch. Was sie vorfand, war dramatisch. Im Stall
standen 12 halb verhungerte Rinder - etliche davon waren auch
wund gelegen. Die Klauen waren seit langer Zeit nicht gepflegt
worden und die Tiere lagen in ihrem eigenen Mist. Frische Streu
hatten sie offenbar schon lange nicht bekommen.
Schlecht genährt waren auch die 35 Schafe,
die der Bauer auf dem Hof hielt. Zum Teil waren sie auch krank
und es lagen auch schon verendete Tiere im Stall. Ein Schaf musste
sofort eingeschläfert werden. Die Rinder wurden geschlachtet.
Auf dem unbefestigten Boden nahe dem Stallgebäude hatte der
Landwirt rund 200 Kubikmeter Festmist gelagert. Das Wasser versickerte
im Gelände. Auf dem Misthaufen fand die Amtstierärztin
auch noch zwei Rinder-skelette und unzählige Hühnerkadaver.
Mehrere Traktoren, die offensichtlich Öl
verloren
Am Bauernhof fanden sich auch mehrere Traktoren, die offenkundig
Öl verloren. Die Wasserrechtsabteilung der Bezirkshauptmannschaft
schaltete daraufhin die Umweltkripo ein. Der Bauer wurde wegen
Übertretung des Wasserrechtsgesetzes, des Tierschutzgesetzes,
des Tiermaterialiengesetzes und auch wegen des Vergehens der Tierquälerei
angezeigt.